13.04.2018 - 20:22 Uhr
Oberpfalz

Letzte Chance für FC Amberg - SV Erlenbach kommt zum Kellerduell Jetzt oder nie

Es ist das Spiel Letzter gegen Vorletzter, der Vergleich von zwei der defensiv anfälligsten und offensiv harmlosesten Mannschaften der Fußball-Bayernliga Nord. Und für den FC Amberg ist das Kellerduell gegen den SV Erlenbach die wohl letzte Chance.

Angespannte Gesichter beim FC Amberg, die vergangenen Wochen waren schlimm. Kleiner Hoffnungsschimmer: Die Aufgabe am Samstag ist die leichteste seit langer Zeit. Zumindest auf dem Papier. Zu Gast ist der SV Erlenbach, die schwächte Auswärtsmannschaft der Bayernliga Nord. Bild: ref
von Autor MREProfil

Eine Partie für Fußballästheten ist am Samstag, 14. April, um 14 Uhr im Stadion am Schanzl eher weniger zu erwarten - richtungsweisend trifft es da schon eher. In einer Hinsicht ist der FC Amberg den Unterfranken aber voraus: Er holte im Jahr 2018 mehr Punkte als die Erlenbacher. Amberg gewann zum Jahresauftakt in Sand, verlor danach aber alle Partien, Erlenbach holte zwei Unentschieden gegen Bruck und Bamberg, ging in den anderen drei Spielen des Jahres aber als Verlierer vom Platz - zuletzt bei der 1:6-Niederlage in Aubstadt.

Großes Selbstvertrauen wird sich also sicher nicht auf dem Platz widerspiegeln - weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Wobei Sebastian Göbig, Trainer des SV Erlenbach, betont: "Die Stimmung ist trotzdem gut, die Mannschaft intakt."

Endspiel um Direktabstieg

Besonders kurios sind die Heim- beziehungsweise Auswärtsstatistik beider Teams. Erlenbach holte in zwölf Partien in der Fremde nur einen Zähler, Amberg vor heimischer Kulisse nur vier aus 13 Spielen - jeweils der schwächste Wert der Liga. Und so verwundert es auch nicht, dass sich sowohl Lutz Ernemann auf FC-Seite als auch sein Gegenüber Sebastian Göbig in einem einig sind: Es ist ein Endspiel um den Direktabstieg - mit entsprechenden Vorgaben. "Das musst du gewinnen, ein Unentschieden reicht schon fast nicht. Verlierst du da, wird es schon ganz eng", umschreibt es Ernemann. Göbig sieht es ähnlich: "Verlieren ist verboten für uns. Das können wir uns nicht erlauben."

Brisanz ist also auf jeden Fall vorhanden. Göbig erwartet ein "Kampfspiel, in dem es nichts geschenkt gibt", Ernemann, dass "die Mannschaft selbst die Parole 'jetzt oder nie' ausgeben wird". Faktisch ist es so, dass der FC gegen den direkten Konkurrenten gewinnen muss, um überhaupt noch mal an die Relegationsplätze ranschnuppern zu können. Selbst bei einem Amberger Sieg hätte Erlenbach noch immer zwei Punkte Vorsprung und ein Nachholspiel mehr ausstehend, aber der FC wäre wieder so nah dran, dass man mit weiteren Erfolgen gegen Schweinfurt und Weiden (die man beide noch im Stadion am Schanzl erwartet) plötzlich wieder im Rennen wäre.

Saisonende für Haller

Vorher stehen aber die 90 Minuten gegen Erlenbach an. Personell sieht es da nicht unbedingt rosig aus für den FC: Yannik Haller fällt mit einem Teilanriss des Kreuzbandes für den Rest der Saison aus, Daniel Gömmel und Fabian Helleder fehlen rotgesperrt und Ermin Kojic befindet sich aus beruflichen Gründen nicht mehr im Kader. Nicht die beste Ausgangslage - aber dass man gegen Erlenbach gewinnen kann, hat das Hinspiel gezeigt, als Amberg mit einem 3:2-Erfolg wieder zurückkehrte (Torschützen Popp, Fruth, Schulik). Wenn man das wiederholen könnte - wer weiß, was für den totgesagten FC dann noch möglich ist.

FC Amberg: Bleisteiner (22), Plößl (25), Tischler (15), Spieß (5), Stadler (8), Fischer (2), Keilholz (7), Florek (6), Wild (19) Fruth (16), Herrndobler (13), Popp (11), Schulik (9)

Verlieren ist verboten für uns. Das können wir uns nicht erlauben.Sebastian Göbig, Trainer des SV Erlenbach
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