Lutz Ernemann übernimmt beim Fußball-Bayernligisten
Trainerwechsel beim FC Amberg

Das neue Dreier-Team, das ab sofort für die Bayernliga-Elf des FC Amberg verantwortlich ist, präsentierte Präsident Helmut Schweiger (links) am Mittwoch: (von links)Bastian Ellmaier, Lutz Ernemann und Wolfgang Gräf. Bild: hfz
Sport
Amberg in der Oberpfalz
04.01.2017
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Fußball-Bayernligist FC Amberg hat Günter Brandl gefeuert. Neuer Trainer ist ab sofort Lutz Ernemann. Bastian Ellmaier übernimmt den Posten des Co-Trainers und Wolfgang Gräf den des Teammanagers.

(ref) "Günter Brandl hatte es schwer, als er die Mannschaft übernommen hat. Die Umstände bei seiner Amtsübernahme waren nicht besonders glücklich. Ich will da nicht weiter nachhaken. Wir waren der Meinung, dass wir jetzt einen sauberen Schnitt machen müssen", begründete FC-Präsident Helmut Schweiger den Personalwechsel: "Ich hoffe, dass damit ein Impuls gesetzt wird. Das Ziel in dieser Saison ist ganz klar der Klassenerhalt."

Lutz Ernemann (59), BFV-Stützpunktrainer und früherer Profi-Fußballer, sei ein älterer erfahrener Coach, Bastian Ellmaier (28) stamme aus der FC-Jugend - für Schweiger eine gute Mischung aus jung und alt. Ernemann, ein ehemaliger FC-Spieler, und Gräf, laut Schweiger ein "wirtschaftlich erfahrener Fachmann aus dem überregionalen Fußballsport", sollen gemeinsam das Team weiter formen und weiterbilden. Die Zusammenarbeit wurde zunächst für die Restsaison 2016/17 vereinbart. "Ich glaube, dass diese Lösung nicht schlecht ist", sagt Schweiger.

Der bisherige Teammanager Hubert Kirsch ziehe sich nach Vereinsangaben aus beruflichen Gründen aus der sportlichen Betreuung der ersten Mannschaft zurück, werde sich aber im Hintergrund mit dem neuen Dreier-Team um die Kaderplanung sowie den finanziellen Bereich weiter kümmern. Das Thema Regionalliga ist laut Schweiger nicht abgehakt, aber bis März verschoben oder sogar noch weiter: "Um in der Regionalliga mitspielen zu wollen, brauchen wir mindestens eine halbe Million Euro mehr. Ich alleine kann das finanziell nicht stemmen", erklärt der FC-Präsident. Der Etat bewege sich aktuell bei 300 000 Euro inklusive der Jugendmannschaften - zu wenig für die Regionalliga. "Wir sind jeden Tag auf der Suche nach Sponsoren, aber wenn sich da nichts tut, ist ein Aufstieg nicht möglich", sagt Schweiger.

Es werde weiterhin alles versucht, um höherklassigen Amateurfußball beim FC Amberg zu präsentieren und die Jugendarbeit und auch die Infrastruktur rund um den Sportpark Amberg weiter zu forcieren, um in den nächsten Jahren auch die eigenen ausgebildeten Spieler in den Herrenbereich eingliedern zu können.

Für den FC sei es wichtig, dass er seine Strukturen nicht gefährde, und dass er wirtschaftlich stabil bleibe, egal, was sportlich passiere. "Wir müssen Entscheidungen treffen, die sportlich sinnvoll sind und wirtschaftlich in unser Budget passen", erklärt Schweiger. In Sachen Spieler tue sich hingegen momentan nichts: "Wir haben weder Abgänge noch Zugänge, aber die Wechselfrist endet ja am 31. Januar."

Wir sind jeden Tag auf der Suche nach Sponsoren, aber wenn sich da nichts tut, ist ein Aufstieg nicht möglich.Helmut Schweiger, Präsident des FC Amberg
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