15.04.2018 - 20:50 Uhr
Oberpfalz

Nach dem 1:0 gegen SV 08 Auerbach Vilseck rauscht nach oben

Der SSV Paulsdorf marschiert in der Kreisliga Süd vorneweg, gefolgt vom SC Luhe-Wildenau. Neu auf Platz drei ist der FV Vilseck, der von Ausrutschern des TuS Rosenberg und des 1. FC Rieden profitiert.

Der später wegen einer Leistenverletzung aus dem Spiel gegangene Ex-Profi des FV Vilseck, Tobias Fink (Mitte rechts), köpft wuchtig auf das von Philipp Hutzler gehütete Auerbacher Tor, während dessen die Auerbacher Sebastian Ficker, Bastian Lindner und Michael Keil (von links) vor dem Vilsecker Torschützen, Innenverteidiger Kevin Kammerl (links) absichern. Bild: Ziegler
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Nur zu einem mageren 1:1 kam Rosenberg im Spiel der 21. Runde gegen Schmidmühlen, Rieden wurde im Verfolgerduell von Luhe-Wildenau mit 4:0 abgefertigt. Der SV Freudenberg schickt sich an, das Feld von hinten aufzurollen. Der lange als Absteiger gehandelte Ex-Tabellenletzte ist nur noch einen Punkt von einem Nichtabstiegsplatz entfernt - auf dem gerade noch der TSV Königstein sitzt, der sich der gefährlichen Zone nach der 1:3-Pleite gegen Germania Amberg genähert hat.

TuS Rosenberg 1:1 (1:1) SV Schmidmühlen

Tore: 0:1 (5.) Youssef El Mankouchi, 1:1 (20.) Daniel Meindl - SR: Horst Gruber - Zuschauer: 85

(kok) Die Partie begann furios mit einer kalten Dusche für die Heimelf. Mit einem schönen Spielzug erzielte Youssef El Mankouchi den Führungstreffer zum 0:1. Doch die Hausherren blieben unbeeindruckt. Die Rosenberger spielten konsequent auf den Ausgleich, der dann auch nach einer Standardsituation durch Daniel Meindl in der 21. Spielminute fiel. Doch auch der SV Schmidmühlen war nach der klaren 2:6-Hinspielniederlage doppelt motiviert und zeigten in der ersten Hälfte klasse Fußball mit einigen Torchancen. Der Rosenberger Schlussmann musste mit einigen tollen Aktionen das Unentschieden festhalten. In Halbzeit zwei passierte nicht mehr viel. Der Rosenberger Patrick Wölfel setzte einen Sololauf an, vergab aber kläglich am Gästekeeper.

TSV Königstein 1:3 (0:3) Germania Amberg

Tore: 0:1 (16.) Adrian Mayer, 0:2/0:3 (33./45.) Florian Danzer, 1:3 (58.) Benedikt Ertl) - Gelb-Rot: (80.) Christoph Müller, (89.) Christian Ringler (beide Königstein) - Zuschauer: 140

(jsb) Auf Grund einer miserablen ersten Hälfte musste der TSV erneut eine bittere Niederlage einstecken und steht nun vollends im Abstiegskampf. In der ersten Hälfte versuchten beide Mannschaften mit langen Bällen vor das Tor zu kommen. In der 16 Minute nutzte Adrian Mayer die Abstimmungsproblem zwischen Torwart und Abwehr aus und erzielte per Heber die 0:1-Führung der Gäste. Nach einem Freistoß prallte der Ball von der Latte zurück ins Feld, und Florian Danzer staubte zum 0:2 ab. Kurz vor der Pause agierte Königstein wieder zu schläfrig in der Abwehr, und Florian Danzer erzielte aus Abseitsposition das 0:3. Nach der Pause versäumten es die Gäste, alles klar zu machen. Florian Danzer hatte drei dicke Torchancen, die er aber leichtfertig liegen ließ. Als Holzwarth Bernd dann Ertl Bernedikt wunderbar freispielte und dieser den 1:3-Anschlusstreffer markierte, keimte noch mal Hoffnung auf. Feldmann und Farnbauer nutzen die gut herausgespielten Chancen aber nicht. Kurz vor Schluss traf es dann noch Spielertrainern Ringler, der wegen Meckerns nach Christoph Müller ebenfalls Gelb-Rot sah.

ASV Haselmühl 0:4 (0:4) SSV Paulsdorf

Tore: 0:1/0:2 (8./13.) Patrick Schedlbauer, 0:3 (26.) Ilir Mujku, 0:4 (44.) Tobias Scherm - SR: Jonas Stöckl - Zuschauer: 140

(pme) In der ersten Spielhälfte dominierten die Gäste das Spielgeschehen und ließen wenige Aktionen der Heimelf zu. Patrick Schedlbauer sorgte mit einem Doppelschlag für die 2:0-Führung der Paulsdorfer, zuerst mit einem Kopfball ins lange Eck und fünf Minuten später mit einer Bogenlampe von der Außenlinie über ASV-Torwart Neumeyer hinweg ins lange Eck. Trotz der frühen Führung ließ der SSV nicht nach und kam durch Mujku durch einen Flachschuss ins Torwarteck zum 3:0. Das 4:0 fiel ebenfalls noch vor dem Pausenpfiff, Tobias Scherm setzte sich gegen den ASV-Torwart durch und bugsierte den Ball mit dem Oberkörper ins Tor. Nach dem Seitenwechsel ließ es der Tabellenführer etwas ruhiger angehen und die Haselmühler kamen etwas besser ins Spiel, konnten aber keine zwingenden Chancen erarbeiten.

TSV Eslarn 1:3 (1:1) DJK Utzenhofen

Tore: 0:1 (3.) Daniel Geitner, 1:1 (22.) Adam Like, 1:2 (57.) Daniel Geitner, 1:3 (59.) Jiri Abel - SR: Adrian Kohn (FC Amberg) - Zuschauer: 80

(tmk) Die Gäste begannen druckvoll und gingen bereits nach drei Minuten durch einen Kopfball von Geitner in Führung. Utzenhofen schaltete in der Folgezeit einen Gang zurück und Eslarn kam besser in die Partie. Nach 20 Minuten kam der TSV zum Ausgleich. Like staubte einen gescheiterten Bäumler Schuss zum 1:1 ab. Nach dem Wechsel erwischten die Gäste wiederum einen guten Start und schraubten bis zur 59. Minute das Ergebnis auf 1:3 in die Höhe. Die letzte halbe Stunde gestaltete sich ausgeglichen und spielte sich zumeist im Mittelfeld ab. Torraumszenen blieben auf beiden Seiten Mangelware.

SC Luhe-Wildenau 4:0 (0:0) 1. FC Rieden

Tore: 1:0 Ludwig Tannhäuser (69.), 2:0 Sebastian Urban (78.), 3:0 Andreas Igl (83.), 4:0 Ludwig Tannhäuser (88.) - SR: Helmut Dobmeier (1. FC Schwarzenfeld) - Zuschauer: 100 - Rot: (5.) Christian Richter (Rieden), Tätlichkeit - Gelb-Rot: (88.) Julian Reindl (Rieden), Foulspiel

Nach einer schwachen ersten Halbzeit sah nichts nach einem Sieg in solcher Höhe für das Heimteam aus. Letztendlich setzte sich dann aber doch die Mannschaft durch, die mit fußballerischen Mitteln und nicht mit übertriebener Härte ans Ziel gelangen wollte. Christian Richter sah bereits in der 5. Minute nach einer Tätlichkeit an Tannhäuser die Rote Karte. Erst in der zweiten Hälfte durfte der Anhang der Gastgeber endlich jubeln: Nach schönem Pass von Stephan Frischholz in die Spitze, dribbelte Argauer solange mit dem Ball, bis Keeper Feigl ausrutschte. Seinen Querpass konnte Tannhäuser dann problemlos ins leere Tor versenken. In der 78. Minute vollstreckte Sebastian Urban nach Querpass von Argauer aus 16 Metern. Von nun an ließen die Riedener ihrem Frust freien Lauf und hatten Glück, nicht bereits in dieser Phase erneut dezimiert zu werden. Nur fünf Minuten nach dem zweiten Treffer schraubte Andreas Igl per Kopf das Ergebnis dann auf 3:0. In der 88. Minute durfte bei den Gästen dann auch Julian Reindl nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig zum Duschen gehen. Den Schlusspunkt setzte Tannhäuser per Nachschuss (88.).

FV Vilseck 1:0 (0:0) SV 08 Auerbach

Tor: 1:0 (60.) Kevin Kammerl - SR: Andreas Herath (Speichersdorf) - Zuschauer: 200

(mc) Eine gute Kreisligapartie sahen die Zuschauer auf dem Sportgelände des FV Vilseck. Keine der beiden Mannschaften konnten aber Überhand gewinnen, da beide Abwehrreihen das Geschehen im Griff hatten. So waren zwar Torraumaktionen Mangelware, doch die Partie war trotzdem von hohem Tempo geprägt. Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte Fink bereits in der 10. Minute, als er nach eine Ecke per Kopf nur die Latte traf. Die Auerbacher lauerten in der Folgezeit immer wieder auf Konter und standen in der Abwehr sehr sicher. Anfangs der zweiten Halbzeit drangen die Gäste nach Balleroberungen gefährlich in die Vilsecker ein, allerdings stand die Abwehrreihe der Vilsecker ebenfalls sicher. Insgesamt war die Heimelf die aktivere Mannschaft, und so erzielte Kammerl das Tor des Tages nach einen hervorragenden Freistoß aus 30 Meter zum verdienten 1:0. Das Schirigespann leitete die Partie sehr gut.

SV Freudenberg 3:1 (2:1) FC Edelsfeld

Tore: 1:0 Jannik Wagner (7.), 2:0 Florian Peter (11.), 2:1 Alexander Traeger (36.), 3:1 Jannik Wagner (59.) - SR: Stefan Betz (SV Etzenricht) - Zuschauer: 190

(koa) Der SV Freudenberg setzt seine Aufholjagd um den direkten Klassenerhalt in der Kreisliga Süd fort. Im Kellerduell gegen den FC Edelsfeld gewann die Hauer-Truppe mit 3:1 und hat somit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt. In einer intensiven Partie ging Freudenberg früh mit 2:0 durch Jannik Wagner und Florian Peter in Führung (7./11.), Simon Stöhl vergab zweimal aus aussichtsreicher Position (4./10.) um für die Gäste einen Treffer zu erzielen. Pech hatte Michael Bischof (SVF, 24.) als er per Kopf nur die Latte traf. Kurz vor der Pause erzielte Alexander Traeger den 1:2 Anschlusstreffer für den FC Edelsfeld. Nach dem Wechsel sorgte Freudenbergs Mittelstürmer Jannik Wagner mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung (59.). Erwähnenswert ist, das Johannes Dotzler alle drei Treffer mustergültig vorbereitete. Obwohl sich die Gäste nie aufgaben, geht der Heimsieg über die gesamte Distanz gesehen absolut in Ordnung. Die 13 Punkte aus sechs Partien nach der Winterpause werden der Hauer-Elf zusätzliches Selbstvertrauen geben.

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