Powerplay entscheidet Partie
ERSC Amberg schlägt Bad Aibling

Hier jubelt Dominik Farnbauer (links) über den frühen Führungstreffer des ERSC Amberg zum 1:0 über den EHC Bad Aibling, den Kollege David Rybka (nicht auf dem Bild) erzielte. Bild: brü
Sport
Amberg in der Oberpfalz
28.12.2016
310
0

Der ERSC Amberg feiert einen gelungenen Auftakt in die Zwischenrunde der Eishockey-Landesliga. Aber die Aibdogs aus Bad Aibling erweisen sich als der erwartet unangenehme Gegner, vor allem im Schlussdrittel.

Gut, dass die Löwen in den ersten beiden Abschnitten schon vorgelegt hatten. Zum Ende geriet der 5:2-Erfolg aber nicht mehr in Gefahr. Die Gastgeber waren von der Zehn-Siege-Serie der Oberbayern vorgewarnt und gingen entsprechend konzentriert zur Sache, hatten von Beginn an das Zepter in der Hand.

1:0 nach 97 Sekunden

Bereits nach 97 Sekunden jubelten die knapp 500 Zuschauer erstmals, nachdem der an diesem Abend überragende David Rybka die Gästeabwehr austanzte und überlegt zum 1:0 vollendete. Amberg ließ sich auch vom Ausgleichstreffer des EHC aus dem Tritt bringen, der Sekunden nach dem Ablauf einer doppelten Unterzahl der Löwen fiel. Die erste Antwort war ein Pfostentreffer von Andreas Hampl, dann stand Florian Bartels nach einem Schuss von Norbert Gerber im Powerplay goldrichtig und traf zum 2:1. In der Folge lag der dritte Treffer durch Bartels, Hampl und Rybka mehrfach in der Luft. Der machte Dominik Farnbauer, der ein Zuspiel von Rybka verwandelte.

Mit 3:1 ging es in die Pause und damit waren die Gäste noch gut bedient. Interimscoach Boris Flamik dürfte da auch nicht viel zu kritisieren gehabt haben. Zum Mittelabschnitt bekam Bad Aibling aber mehr Zugriff, hatte nun sogar ein Plus an Torschüssen - die meisten stellten Oli Engmann nicht vor besondere Probleme. Dann musste Ambergs Torhüter aber gleich dreifach sein ganzes Können auspacken. Beim ersten Mal liefen gleich drei (!) Gästestürmer erfolglos auf Engmann zu, dann mussten Marius Fürbeck und Stefan Rohm einschussbereit vor der Amberger Nummer eins kapitulieren.

Zu sorglos

Insgesamt agierten die Löwen zu sorglos und viel zu offensiv, allerdings zur Freude der Zuschauer, die das 4:1 durch Rybka feiern und ein abwechslungsreiches Drittel ohne jegliche Strafzeiten erlebten. Das änderte sich zum Schlussabschnitt, wo zeitweise ordentlich zugepackt wurde und sich beide Teams je zwölf Strafminuten einhandelten. Bad Aibling kam mit Macht aus der Kabine, suchte den schnellen Anschlusstreffer, was durch den Ex-Rosenheimer Mario Jann bereits nach 59 Sekunden gelang. Das Forechecking der Aibdogs begann nun schon in der Amberger Verteidigungszone und der ERSC brauchte einige Zeit, um wieder Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bringen. Derweil schossen die Gäste bei jeder sich bietenden Gelegenheit, oftmals doch ungenau und zu überhastet. Dank ihres sehr effizienten Powerplays entschieden die Löwen vorzeitig die Begegnung. Kirill Groz machte nach einem Zuspiel von Farnbauer kurzen Prozess, verwandelte eiskalt zum 5:2. Danach ging es immer noch ordentlich zur Sache. Ein böser Check an Bartels wurde nicht geahndet, auf der anderen Seite kam Hampl nach einem Stockschlag mit einer Zwei-Minuten-Strafe glimpflich davon. Rybka hätte das halbe Dutzend voll machen können, aber sein Schuss wurde im letzten Moment von der Linie gekratzt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.