Projekt Bayernliga VC Amberg
Die Halle ist immer rappelvoll

Die Sporthalle der Luitpoldschule war bei allen Heimspielen stets bis auf den letzten Platz gefüllt. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
29.12.2016
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Andrej Büschel, Trainer des VC Amberg. Bild: Ziegler

Vier Fragen an Trainer Büschel

Herr Büschel, sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?

Andrej Büschel: Ja, voll! Auch wenn die Mannschaft in einigen Spielen ihr Leistungspotenzial nicht abgerufen hat. Aber man muss bedenken, wie jung die meisten Spieler noch sind.

Wie stark schätzen Sie die Bayernliga ein?

Büschel: Es gibt zwar neben starken Mannschaften auch schwächere Teams. Aber alle können uns schlagen, wenn wir nicht konzentriert spielen.

Welches Saisonziel haben Sie ausgegeben?

Büschel: Wenn wir am Ende unter den ersten Fünf sind, bin ich zufrieden. Auch wenn wir nicht aufsteigen, die Jungs finden hier ein perfektes Umfeld vor, für sie ist es hier eine große Chance.

Überrascht Sie die große öffentliche Resonanz?

Büschel: Natürlich! Wir sind schon jetzt Meister bei den Zuschauerzahlen. Bei keinem der Auswärtsspiele haben wir bisher vor so vielen Zuschauern gespielt wie zu Hause. Außerdem freut mich, dass wir so viele Sponsoren gefunden haben. Die Sporthalle der Luitpoldschule ist bei Heimspielen fast voll mit Werbe-Transparenten.

Die Vorrunde mit neun Spielen liegt hinter den Volleyballern des VC Amberg, Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen über das Projekt Bayernliga.

Der bisherige Saison-Verlauf mit dem aktuellen dritten Platz in der Tabelle bei sechs Siegen und drei Niederlagen kann sich sehen lassen. Erst im Sommer tauchte ja die junge Truppe erstmals auf der Bildfläche auf, nachdem Gerd Spies, der Teammanager, mit seinen Leuten die Gelegenheit ergriffen hatte, die Bayernliga nach Amberg zu holen und eine Truppe aus jungen, ehrgeizigen Volleyballern überwiegend aus der Region zusammenzustellen.

Andrej Büschel, ein ehemaliger russischer Volleyball-Profi, der seine zwei eigenen Jungs im Kader stehen hat, bekam als Trainer die Aufgabe, aus den Jungs ein Team formen. Innerhalb weniger Wochen musste eine schlagkräftige Truppe stehen, die sich in der Bayernliga behaupten kann. Nach nur lediglich zwei Vorbereitungsturnieren wurde dann das Team mit ihrem gerade mal 17-jährigen Zuspieler in das kalte Wasser "Bayernliga" geworfen.

Schnell war zu erkennen, dass in dieser Liga Gegner auf der anderen Seite des Netzes stehen, die den VC-Volleyballern in Sachen Erfahrung gefühlt um Jahrzehnte voraus sind. Trotzdem befand man sich bei allen Spielen - mit Ausnahme BSV Bayreuth - mit dem Gegner mindestens auf Augenhöhe.

Angenehm überrascht hat der große Zuschauer-Zuspruch. Bei den meisten der fünf bisherigen Heimspiele war die Sporthalle der Luitpoldschule rappelvoll. Die Zuversicht von Gerd Spies und seinem Orga-Team, dass nach vielen Jahren der Abstinenz in Amberg Interesse an höherklassigem Volleyballsport besteht, wurde bestätigt. Mit ihrer emotionalen Art, Volleyball zu spielen, haben zudem die "Jungen Wilden" des VC Amberg Sympathien gewonnen. Ebenso fand man ausreichend Sponsoren für das Projekt "Bayernliga in Amberg", das ja finanziell ausschließlich ohne Abteilungs-Unterstützung auskommen muss.

Auch wenn Platz eins und zwei durchaus noch in Reichweite liegen, der sofortige Aufstieg in die Regionalliga ist nach wie vor nicht als erklärtes Ziel in dieser Saison ausgegeben. Vielleicht käme die Regionalliga für manche Spieler des VC auch noch zu früh. Trainer Andrej Büschel ist es vor allem wichtig, dass sich die Jungs weiterentwickeln.

Die Rückrunde dürfte für die VC-Mannschaft nicht leichter als die Rückrunde werden, denn unterschätzen wird die Newcomer aus Amberg niemand mehr. Zudem wird an mindestens zwei Spieltagen Zuspieler Daniel Weber fehlen. Auf dieser Position besteht mittelfristig dringender Handlungsbedarf bei den Verantwortlichen des Teams.

Am 15. Januar geht die Rückrunde los mit dem Auswärtsspiel beim TSV Lengfeld. Gegen diese Mannschaft hat der VC Amberg noch einen Rechnung offen, die Heimniederlage zum Saisonstart wurmt die Jungs noch heute. Eine Woche später stehen dann am 21. und 22. Januar gleich zwei Heimspiele hintereinander an.
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