Rückblick auf die Bayernliga Nord
Oberpfälzer Duo kriselt

Die Bayernliga Nord zieht die Fußballfans an - vor allem, wenn die DJK Ammerthal auf den FC Amberg trifft. Das Auftaktspiel der Saison 2016/17 bei der DJK war mit 2150 Zuschauern das Spiel mit den meisten Besuchern. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
10.12.2016
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Obwohl der FC Amberg bereits seit 13. November nicht mehr gespielt hat, befindet sich die Bayernliga Nord erst seit letzter Woche in der offiziellen Winterpause. Ein guter Zeitpunkt für einen Rückblick.

(dme/jut) Die bisherige Saison der Bayernliga Nord hatte einiges zu bieten: Aus regionaler Sicht ragen besonders die beiden Oberpfälzer Spitzenvereine, FC Amberg und SpVgg SV Weiden, heraus - aber eher negativ. Beide hätte man vor der Saison durchaus ganz oben erwartet, in den Winter gehen sie als Zwölfter und Fünfzehnter.

22 Spieltage mit 188 Spielen sind über die Bühne gegangen, 10 Begegnungen müssen im neuen Jahr nachgeholt werden. Die Vorrunde konnte aber komplett abgeschlossen werden, die der VfB Eichstätt ganz oben beendete. Wegen dem schlechten Wetter im November und Anfang Dezember ist die Tabelle zur Winterpause ordentlich verschoben: Der FC Amberg befindet sich drei Spiele im Rückstand, zwei Nachholspiele müssen der VfB Eichstätt, der SV Viktoria Aschaffenburg, der 1. SC Feucht, die SpVgg SV Weiden, der SV Erlenbach und der VfL Frohnlach bestreiten. Nur sechs Vereine haben alle Partien absolviert.

Spannung an der Spitze

Vorrundenmeister VfB Eichstätt geht auch als Tabellenführer in die Winterpause. Mit Aussichten auf die Spitze folgen der Aufsteiger ASV Neumarkt, der TSV Aubstadt, der TSV Großbardorf und die Aschaffenburger. Auch der Würzburger FV rechnet sich noch Chancen aus. Das Jahr 2017 dürfte also spannend werden, bei sechs Bewerbern für Titel und Vizemeisterschaft. Schlusslicht ist derzeit der VfL Frohnlach, der vier Punkte hinter dem Relegationsplatz liegt. Ab Rang neun müssen noch alle Teams um den Klassenerhalt zittern. Darunter befinden sich überraschenderweise auch der FC Amberg und die SpVgg SV Weiden - bei beiden Vereinen ging es diese Saison oft drunter und drüber. Die DJK Ammerthal darf dagegen durchaus zufrieden sein mit der bisherigen Runde. Vor allem, wenn man an die desaströsen Auftritte im August denkt. Doch unter dem neuen Trainer Jürgen Press ging es stetig bergauf.

Zwei kuriose Absagen

Noch sind aber keine Entscheidungen gefallen, wenngleich Tendenzen erkennbar sind. Zwei kuriose Spielabsagen gab es im bisherigen Saisonverlauf. Der SV Alemannia Haibach sagte seine Heimpartie gegen den VfB Eichstätt ab, weil kein Trainer und keine freiwilligen Helfer zur Verfügung standen. Anfang Dezember wurde die Partie des 1. SC Feucht gegen den SV Erlenbach vom Schiedsrichter nicht angepfiffen, obwohl die Gäste bereits die gut 200 Kilometer angereist waren. Eine Austragung wäre zu gefährlich gewesen, entschied der Referee.

Bayernliga-Splitter8 Spieler haben keine einzige Minute verpasst . Unter ihnen ist auch Marcel Schumacher von der DJK Ammerthal.

24 Trainer standen an der Seitenlinie. Fünf Klubs haben ihren Coach schon ausgetauscht . Beim SV Viktoria Aschaffenburg übernahm Ex-Profi Jochen Seitz von Jürgen Baier. Bei der DJK Ammerthal folgte Jürgen Press auf Torsten Holm. Joachim Hufgard ist beim SV Alemannia Haibach für Klaus Hildenbeutel eingestiegen. Bei der SpVgg SV Weiden wurde der tschechische Ex-Nationalspieler Tomas Galasek beurlaubt. Für zwei Spiele war Rainer Fachtan im Amt, ehe ihn Franz Koller ablöste. Kurz vor der Winterpause musste Gerd Schimmer bei der DJK Don Bosco Bamberg gehen.

583 Tore wurden erzielt, was einen Schnitt von knapp 3,10 Treffern pro Partie bedeutet (Vorjahr 3,12). In der Torjägerliste führt Michael Jonczy von der DJK Ammerthal mit 17 Treffern. Es folgen Fabian Eberle (15, Eichstätt) und Björn Schnitzer (14, Aschaffenburg).

57 Elfmeter wurden verhängt, von denen 12 verschossen wurden. Die meisten Strafstöße (8) erhielt der TSV Aubstadt, die alle verwandelt wurden. Eine schlechtere Bilanz hat der SC Eltersdorf: Drei von sieben Elfmetern wurden vergeben.

21 Rote Karten (Vorjahr 29) gab es in der Bayernliga Nord sowie 43 Gelb-Rote (42). Ohne Platzverweis kam nur Spitzenreiter VfB Eichstätt aus, der auch die Fair-Play-Wertung mit 36 Punkten anführt. Es folgen Kickers Würzburg II (46) und Aschaffenburg (51). Der FC Amberg ist Achter (62) , die DJK Ammerthal Zehnter (67) und Weiden ist auf Rang 15 (77) .

8 böse Buben gab es bisher, die mindestens zweimal vom Platz flogen. Darunter: Maximilian Zischler (Ammerthal) ging mit zweimal Gelb-Rot, je einmal Rot und einmal Gelb-Rot sahen die Ammerthaler Marcel Fürsattel und Michael Jonczy.

3 Tabellenführer durften sich an den 22 Spieltagen über den Platz an der Sonne freuen. Am ersten Spieltag stand der TSV Aubstadt ganz oben. An den Spieltagen 20 und 21 hatte Aufsteiger ASV Neumarkt die Führung inne. In den anderen 19 Runden stand der Halbzeit- und Wintermeister VfB Eichstätt auf Platz eins. (dme)

Stand zur Winterpause

1. VfB Eichstätt 20 56:22 44

2. ASV Neumarkt 22 41:22 42



3. TSV Aubstadt 22 44:25 41

4. TSV Großbardorf 22 36:22 39

5. Viktoria Aschaffenburg 20 53:23 38

6. Würzburger FV 21 28:22 35

7. 1. FC Sand 22 40:29 34

8. SC Eltersdorf 21 31:30 31

9. Würzburger Kickers II 22 28:25 30

10. DJK Ammerthal 22 35:39 30

11. Don Bosco Bamberg 21 27:32 28

12. FC Amberg 19 30:23 24

13. 1. SC Feucht 20 24:30 24

14. SpVgg Ansbach 21 31:41 22



15. SpVgg SV Weiden 20 20:47 20

16. SV Erlenbach/Main 20 16:48 17

17. SV Alemannia Haibach 21 27:46 13

18. VfL Frohnlach 20 16:57 9

Zuschauer60 304 Zuschauer kamen bisher in die 18 Stadien, ein Schnitt von 321 Besuchern pro Partie (Vorjahr 300). Zuschauerkrösus im Norden ist der SV Viktoria Aschaffenburg mit einem Schnitt von 545 Interessierten. Es folgen Ammerthal (513) , Würzburger FV (499) und Amberg (481) . Die SpVgg SV Weiden liegt auf Rang zwölf (258) . Der beste Besuch wurde im Eröffnungsspiel mit 2150 Zuschauern im Oberpfälzer Derby zwischen der DJK Ammerthal und dem FC Amberg erreicht. Den Minusrekord gab's bei der Partie FC Würzburger Kickers II gegen den VfL Frohnlach mit 74 Besuchern. (dme)
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