05.03.2018 - 20:00 Uhr

Rumpftruppe des ERSC Amberg schlägt sich in Königsbrunn wacker Löwen auf dem Zahnfleisch

Die Königsbrunner Pinguine bieten alleine zwölf Stürmer auf. Die gleiche Anzahl Feldspieler hat der ERSC Amberg gerade einmal insgesamt dabei. Die Gäste verkaufen sich bei ihrem letzten Auswärtsspiel in der Qualifikation zur Eishockey-Bayernliga trotzdem seriös - und so gut es eben geht.

von Autor PAProfil

Mit 7:2 behielt der Favorit am Ende die Oberhand, aber einen Vorwurf konnte man der Amberger Mannschaft nicht wirklich machen. Während die Gastgeber ihre "volle Kapelle" aufbieten konnten, fehlten beim ERSC neben Christoph Schönberger, Lukas Salinger, Daniel Troglauer und Bernhard Keil auch die ersten drei nominellen Torhüter. Oliver Engmann, Lukas Stolz und Paul Thiede. Youngster Florian Hüttner, der bereits gegen Moosburg zu seinen ersten Einsatzzeiten als Senioren-Goalie gekommen war, machte seine Sache aber wirklich gut und wurde am Ende "als Zuckerl" zum besten Amberger gekürt.

"Wir wollten so lange wie möglich hinten erst einmal dichtmachen", sagte Coach Dirk Salinger. Allerdings war diese Blase schon bald zerplatzt, denn nach 125 Sekunden stand es bereits 2:0 für die Pinguine. Ex-DEL-Stürmer Jeff Szwez und US-Boy Hayden Trupp hatten getroffen.

Die Löwen fingen sich aber relativ schnell wieder und konnten die Partie einigermaßen offen gestalten. Mit dem 3:0 durch Chad Trupp fiel aber noch im Anfangsdrittel eine Vorentscheidung.

Nach nur 29 Sekunden im Mittelabschnitt verkürzte dann Andreas Hampl für die Löwen und Königsbrunn wirkte danach längst nicht souverän, aber es ist müßig darüber zu spekulieren, was der ERSC in Bestbesetzung daraus hätte machen können. Die Partie schien etwas zerfahren, wofür wohl auch die relativ hohe Anzahl kleiner Strafen an beide Teams mitverantwortlich sein durfte. Weil für die Pinguine nur Thomas Forster traf, gestaltete Amberg diesen Abschnitt jedenfalls auch vom Resultat her ausgeglichen. Letzte Zweifel an ihrem Erfolg beseitigten die Gastgeber im Schlussabschnitt nach vier Minuten durch den zweiten Treffer von Szwez - wegen der Vorarbeit von Forster und Fabio Carciola ein reines Produkt ehemaliger DEL-Spieler. Felix Köbele betrieb in der Schlussphase in Unterzahl nochmals Ergebniskosmetik für den ERSC, ehe die Trupp-Brüder für den 7:2-Endstand sorgten.

Die Löwen bleiben trotz der Niederlage auf dem fünften Rang der Qualifikationsrunde und können diesen mit einem Sieg im letzten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Haßfurt auch über die Ziellinie bringen - ob und was der noch Wert sein kann, werden erst die kommenden Monate zeigen.Tore: 1:0 (2.) Szwez, 2:0 (3.) H. Trupp (Fettinger, P. Zimmermann), 3:0 (15.) C.Trupp (D. Zimmermann), 3:1 (21.) Hampl (Köbele, Bartels), 4:1 (34.) Forster (P. Zimmermann), 5:1 (44.) Szwez (Forster, Carciola), 6:1 (51.) H. Trupp, 6:2 (52.) Köbele (4-5), 7:2 (57.) C. Trupp (H. Trupp) - Strafen: Königsbrunn 30 Minuten, Amberg 28 + 10 (Schreier) - SR: Kretschmer, Neelson, Zeck - Zuschauer: 500

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