Saisonaus für Dominik Schopper
Drei ERSC-Spieler landen im Krankenhaus

Nicht nur die Spieler auf dem Eis mussten ordentlich schuften, die Sanitäter vom Amberger BRK waren ebenfalls im Dauereinsatz: Viermal mussten sie aufs Eis, um verletzte ERSC-Spieler zu betreuen. Bild: brü
Sport
Amberg in der Oberpfalz
19.12.2016
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Gebrauchter Vorrundenabschluss für den ERSC Amberg: Nicht wegen der Niederlage gegen Schweinfurt, sondern weil gleich drei Spieler verletzt ausscheiden.

Ein 0:0 nach der regulären Spielzeit ist im Eishockey relativ selten. Amberg und Schweinfurt schafften es, im Penaltyschießen holte sich schließlich der Vorrundenmeister aus Unterfranken den Zusatzpunkt. Aber nicht deshalb war es für den ERSC ein gebrauchter Abend: Für drei Löwen-Spieler endete das Match im Krankenhaus.

Saisonaus für Schopper

Es war genau das, was man im Hinblick auf die beginnende Play-off-Qualifikation unbedingt vermeiden wollte: Dass man sich in einem an sich unbedeutendem Spiel in irgendeiner Weise Ausfälle einhandelt. Das ist nun aber bei Daniel Trometer, Boris Flamik und Dominik Schopper der Fall. Einen Tag später kamen die bitteren Diagnosen. Für Schopper ist die Saison wegen eines Mittelhandbruchs vorbei. Flamik muss wegen einer Rippenprellung mindestens zwei Wochen pausieren. Bei Trometer, der sich die Schulter ausgekugelt hat, ist die Ausfallzeit noch unklar. Es war gewiss nicht so, dass Schweinfurt einen unfairen Auftritt hingelegt hätte, aber einzelne Attacken waren grenzwertig und wurden aus Amberger Sicht nicht immer mit der nötigen Konsequenz geahndet.

Bei den Gastgebern fehlten ohnehin Rybka, Hampl und Farnbauer, die Gäste hatten unter anderem auf ihr Torjäger-Duo Campbell und Andrusovich verzichtet. Dass es zur ersten Pause noch torlos stehen würde, war anhand der wenigen Chancen beiderseits nicht überraschend. Beim Duschen war da bereits Gästestürmer Michele Amrhein, der Schopper mit einem Kniecheck zur vorübergehenden Aufgabe zwang und dafür eine Spieldauerstrafe kassierte.

Böser Bandencheck

Zum Mittelabschnitt lief der Außenstürmer der Löwen aber wieder mit aufs Eis. Jetzt häuften sich die Gelegenheiten für Amberg. Die erste große hatte Sebastian Aukofer, der alleine vor ERV-Keeper Dierksen scheiterte. Die Löwen investierten deutlich mehr in die Offensive, aber irgendwie fehlte die Durchschlagskraft, der letzte Biss. Dann wurde Trometer hinter dem ERV-Tor von Pascal Schäfer böse in die Bande gefahren, ohne darauf vorbereitet gewesen zu sein.

Das Amberger Urgestein musste mit großen Schmerzen das Eis verlassen und ins Klinikum verfrachtet werden - der Schweinfurter musste für lediglich zwei Minuten auf die Strafbank. Amberg antwortete mit wütenden Angriffen, hatte alleine in den letzten 30 Sekunden des Drittels ein halbes Dutzend gefährlicher Torschüsse, aber ohne zählbares Ergebnis. "Als wir vom Klinikum zurückgefahren sind, kam uns das nächste BRK-Fahrzeug entgegen. Wir hatten schon befürchtet, dass das wieder einer von uns sein könnte - und schließlich war es auch so", berichtete ERSC-Mannschaftsarzt Dr. Oliver Heisel. Auf dem Weg ins Krankenhaus war dabei Verteidiger Flamik, der nach einem Zusammenprall das Bewusstsein verloren hatte und über Schmerzen im Rippenbereich klagte. In der Zwischenzeit war dann auch für Schopper der Abend gelaufen: Der wurde von einem Schlagschuss an der Mittelhand getroffen, die daraufhin sehr stark anschwoll. Der 21-Jährige begab sich in Weiden ins Klinikum. Sportlich gesehen blieb es so, dass Amberg mehr Anteile hatte und Schweinfurt sich aufs Kontern verlegte, dabei aber nicht ungefährlich blieb. Tore wollten allerdings keine mehr fallen. Der ERSC bestätigte auch im Shoot-Out das fehlende Zielwasser, während für die Gäste Maurice Köder als einziger Akteur die Scheibe zum 0:1 versenkte.

Play-off-Gegner stehen fest

Nach den Sonntagsspielen stehen nun auch die Gruppengegner des ERSC in der Play-off-Qualifikation fest. Neben Schweinfurt sind das aus der eigenen Vorrundengruppe Bad Kissingen und Dingolfing, aus Gruppe 2 kommen der EHC Bad Aibling und der TSV Farchant hinzu.

Eishockey-LandesligaERSC Amberg - Schweinfurt 0:1 n.P.

Tor: 0:1 (60.) Köder (Penalty) - Strafen: Amberg 6 Minuten, Schweinfurt 17 + 20 (Amrhein) - Schiedsrichter: Fiala, Grech - Zuschauer: 420


Als wir vom Klinikum zurückgefahren sind, kam uns das nächste BRK-Fahrzeug entgegen. Wir hatten schon befürchtet, dass das wieder einer von uns sein könnte - und schließlich war es auch so.Dr. Oliver Heisel, ERSC-Teamarzt
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