09.04.2018 - 17:00 Uhr
Oberpfalz

Schwere Wochen für den FC Amberg - Nachholspiel gegen Don Bosco Bamberg "Ich weiß auch nicht, was wir verbrochen haben"

1:8, 1:4, 0:5 - am Samstag ein 0:6. Es sind schwere Wochen für den FC Amberg in der Fußball-Bayernliga Nord. Verletzungen und Sperren vergrößern die Sorgen noch vor dem Nachholspiel gegen die DJK Don Bosco Bamberg. Doch die Gäste könnten in dieser Situation genau der richtige Gegner sein.

Mit welcher Taktik gegen Don Bosco Bamberg? Am besten, das offene Scheunentor schließen. Lutz Ernemann, der Trainer des FC Amberg, muss sich Gedanken machen, wie er seine Mannschaft einstellt nach 23 Gegentoren in vier Spielen. Bild: Ziegler
von Autor MREProfil

Vergleicht man die aktuelle Situation des FC Amberg mit der im November, schmerzt die damalige wetterbedingte Spielabsage gegen die DJK Don Bosco Bamberg noch etwas mehr. Denn damals stand mit Kevin Kühnlein zumindest noch ein Innenverteidiger in Diensten des FC, der auf eine gewisse Erfahrung zurückblicken konnte. So einer fehlt dem Team von Trainer Lutz Ernemann seitdem - und das ändert sich auch nicht vor dem Nachholspiel am Dienstag, 10. April, um 18 Uhr im Stadion am Schanzl.

Seit dem erfolgreichen Auftakt beim 1. FC Sand (4:3-Sieg) im März, geht offensiv so gut wie gar nichts mehr beim FC. Und auch defensiv agiert er desolat: In den letzten vier Partien kassierten die Schwarz-Gelben 23 Gegentreffer. Sicher, da ging es mit Eltersdorf, Aubstadt oder Würzburg auch gegen Teams, die weit oben in der Tabelle angesiedelt sind. Aber trotzdem haben diese Gegentore Spuren hinterlassen - in der Tabelle und im Kopf der Spieler. Amberg hat inzwischen fünf Zähler Rückstand auf einen Relegationsplatz, wobei sowohl Erlenbach (17.) als auch Schweinfurt (16.) noch ein Spiel zusätzlich zu absolvieren haben. Selbst Optimisten vermögen da langsam den Glauben zu verlieren, dass der FC den Sprung auf die Relegationsplätze noch schafft.

Doch Bamberg könnte der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt sein. Zum einen entschied der FC das Hinspiel in Bamberg mit 1:0 für sich (Torschütze Fabian Helleder). Zum anderen stehen auch die Oberfranken noch unter Druck, denn mit ihren 24 Punkten haben sie genauso viele wie der Tabellen-14., die SpVgg SV Weiden, die auf einem Relegationsplatz steht. Außerdem überzeugten die Oberfranken in den direkten Duellen gegen Teams aus der Abstiegsregion nicht - das 3:0 gegen die SpVgg SV Weiden ausgenommen. Doch die gute Laune in Bamberg ist nach dem 0:3 bei der DJK Gebenbach auch schon wieder dahin.

Gute Laune gab es beim FC Amberg schon lange nicht mehr. Noch schlechter wurde sie bei der 0:6-Pleite in Würzburg: Max Bleisteiner musste verletzt raus, Daniel Gömmel bekam die Rote Karte. "Derzeit kommt schon alles zusammen. Ich weiß auch nicht, was wir verbrochen haben, dass es uns zurzeit so arg erwischt. Aber jetzt auf die Jungs einzuprügeln, bringt ja auch nichts. Das macht die Psyche der Spieler nicht besser", so Trainer Lutz Ernemann, der zumindest hofft, dass Bleisteiner wieder zwischen den Pfosten stehen kann und bei der Verhandlung zum Platzverweis die Situation genau analysiert wird: "Alle, egal ob Trainer oder Zuschauer, haben danach gesagt, dass das keine Rote Karte war." Auch hinter den Einsätzen von Sven Florek und Nico Herrndobler stehen dicke Fragenzeichen. Ermin Kojic befindet sich nicht mehr im Kader. Zumindest wird Pascal Tischler, der zuletzt aus schulischen Gründen fehlte, wieder in den Kader zurückkehren.

FC Amberg: Bleisteiner (22) (?), Plößl (25), Helleder (4), Tischler (15), (17), Spieß (5), Stadler (8), Fischer (2), Keilholz (7), Florek (6) (?), Wild (19) Fruth (16), Haller (10), Herrndobler (13) (?), Popp (11), Schulik (9)

Jetzt auf die Jungs einzuprügeln, bringt ja auch nichts. Das macht die Psyche der Spieler nicht besser.Lutz Ernemann, Trainer des FC Amberg

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