28.01.2018 - 12:02 Uhr
Sport

Sportlerehrung der Stadt Amberg "Inneren Schweinehund" besiegt

Jeder, der erwartet, dass Oberbürgermeister Michael Cerny und Norbert Fischer nach der einleitenden Bildershow am Freitag wie üblich auf der Bühne des ACC hinter einem Rednerpult ihren Platz einnehmen und von dort oben die Sportlerehrung der Stadt Amberg moderieren, sieht sich getäuscht: Sie gehen erstmal auf Suche nach "Opfern" im Publikum.

von Christian LinglProfil

Angeleuchtet von einem Spotlicht im abgedunkelten Saal blieben die beiden zwischen den vordersten Reihen stehen. "Jetzt weiß ich, wie sich Comedians fühlen, wenn sie mit dem Mikrofon im Publikum stehen und sich willkürlich ein Opfer suchen können", ließ der OB die Anwesenden wissen und genoss diese Rolle sichtlich.

Erfolg durch Trainingsfleiß

Das erste Opfer der beiden Moderatoren war mit Triathlon-Weltmeister Wolfgang Schmatz schnell gefunden. Wie er es denn schaffe noch so gut auszusehen, wollte der Bürgermeister wissen, denn sie wären ja im gleichen Alter. Nachdem Schmatz ein paar seiner "Trainingsgeheimnisse", zu denen neben unheimlichem Fleiß auch der Rückhalt der Familie gehört, preisgab, verriet auch Norbert Fischer, der Vorsitzende des Stadtverbandes für Sport, eines seiner Geheimnisse: "Mein innerer Schweinehund ist ein Leistungssportler."

Im Stadtverband für Sport sind nicht weniger als 60 Vereine mit 15 000 Mitgliedern zusammengeschlossen. Genau dieser Vielfalt an Sportlern in ihren verschiedenen Sportarten galt es an diesem Abend Tribut zu zollen. Es wäre aber nicht möglich den Sport auf diesem Niveau zu betreiben gäbe es nicht die vielen, oft unsichtbaren, Helfer und Funktionäre in den Vereinen, die in ungezählten Arbeitsstunden die Bedingungen schaffen, aus denen die Sportler ihre Leistung schöpfen können. So wurden im ersten Teil des Abends verdiente Funktionäre mit Ehrenurkunden und einem Ehrenbrief ausgezeichnet.

Höchste Geheimhaltung

Eine dieser Ehrungen war etwas ganz Besonderes, da sie im Vorfeld der höchsten Geheimhaltungsstufe unterlag. Für ihn völlig überraschend, jedoch im höchsten Maße verdient durfte Wolfgang Meier, der Geschäftsführer des Stadtverbandes für Sport, die Ehrenurkunde aus den Händen seines Chefs Norbert Fischer entgegennehmen.

Nach einer beeindruckenden Darbietung der "Chili Rocker", einer Rock 'n Roll Formation der DJK Amberg gab's goldene Medaillen. Voraussetzung hierzu ist mindestens der Gewinn einer deutschen Meisterschaft oder einer Podest-Platzierung bei internationalen Titelkämpfen. Bevor in der zweiten Gruppe die nächsten Sportler mit silbern und bronzefarbenen Ehrenzeichen bedacht wurden zeigte die Turnsparte des TV 1861 einmal mehr ihr Können.

Ein breiter Mix an Sportarten und Disziplinen war auf der Bühne vertreten. Motorsport, Rhythmische Sportgymnastik, verschiedene Kampfsportarten, Schützen und die Leichtathletik in all ihren Disziplinen, um nur einige der Medaillenträger zu nennen. Und: Pole Artistik stand auf dem Programm. Und wer denkt, dies gehöre in Nachtclubs und Discos, den belehrte Natalie Schönberger, mehrfache Meisterin dieser Sportart, eines Besseren.

Finale auf dem Seil

Den finalen Teil des Abends, der Auszeichnung der besten Mannschaften leitete ebenfalls ein optisches Highlight ein: Lukas Irmler ist Slackline-Profi und hat in dieser Sportart viele Rekorde inne. Er gab im ACC eine Kostprobe seines Könnens. In Summe wurden an diesem Abend von OB Michael Cerny und Vorsitzendem Norbert Fischer 98 Sportler mit Bronze, 37 mit Silber und 16 mit Gold geehrt, dazu kamen jeweils noch zehn Mannschaften mit Bronze, zwei mit Silber und eine mit Gold hinzu.Große Goldene

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