29.04.2018 - 21:08 Uhr
Oberpfalz

SpVgg SV Weiden gewinnt dank Busch beim FC Amberg Dieses Spiel war den Namen "Derby" nicht wert

Ereignis- und emotionslos - so lässt sich die Begegnung zwischen dem FC Amberg und der SpVgg SV Weiden zusammenfassen. Am Ende heißt es 1:0 für die Gäste aus Weiden nach faden 90 Minuten. "Es ist nicht mehr wie früher", gibt Florian Schrepel, Trainer der Weidener, offen zu.

Transparent einpacken, Spiel und Saison abhaken und heim. Bild: Ziegler
von Autor MIRProfil

Ambergs Trainer Lutz Ernemann sah es ähnlich: "Das war Landesliga-Niveau." Eine Aussage, die auch auf die Zuschauerzahl übertragbar ist: Bei bestem Wetter waren es wohl nur um die 250 Zuschauer im Stadion am Schanzl und etliche davon werden ihr Kommen bereut haben. Denn selten gab es ein so blutleeres und fades Derby wie dieses. Die erste Chance des Spiels hatte der FC, wobei "Chance" etwas übertrieben ist: Weidens Keeper Noah Schmidt sah sich einer Freistoßflanke von Konstantin Keilholz ausgesetzt, die tückisch aufsprang - es sollte die einzig erwähnenswerte Möglichkeit der Hausherren in Hälfte eins bleiben (4.).

Nur zwei Chancen

Aber nicht nur die Amberger, auch die Weidener sorgten für wenig Aufregung. Zwar trat die Wasserwerk-Elf deutlich aktiver und dominanter auf, kam aber auch nur zu zwei guten Gelegenheiten: In der 19. Minute versuchte es Ondrej Brusch nach einer schöner Einzelaktion aus der Distanz, da fehlten nur Zentimeter. Und kurz vor der Pause stand Patrik Kavalir völlig blank vor Max Bleisteiner im Amberger Tor, der da aber stark parierte parierte (42.). Damit war das 0:0 zur Pause auch genau das Ergebnis, das dieses Spiel verdiente. Der zweite Abschnitt sollte zumindest an Dynamik zulegen - und das schon nach 30 Sekunden. Da wurde Sebastian Schulik geschickt, lief auf Weidens Keeper Noah Schmidt zu, doch hob den Ball über das Tor - symptomatisch für die gesamte Saison des FC.

Auch diese Chance war die letzte der Amberger in der Partie, denn beim FC machten sich der Kräfteverschleiß und die katastrophale Personalsituation bemerkbar: denn während Florian Schrepel in der Folge seine drei Wechselmöglichkeiten ausschöpfte und noch weiteres Personal zur Verfügung gehabt hätte, saßen beim FC mit Stefan Schlaffer (eigentlich Torwarttrainer) und Johannes Ritter nur zwei Auswechselspieler auf der Bank - gelernte Torhüter, keine Feldspieler (!).

Busch trifft kurz vor Schluss

Die Gäste aus Weiden übernahmen jetzt immer mehr die Kontrolle über das Spiel und drängten den FC immer weiter in ihre Hälfte zurück. Ondrej Brusch fehlten zwei Mal jeweils nur ein paar Zentimeter (74./85.), während Max Bleisteiner aus einem Eins gegen Eins gegen Josef Rodler als Sieger hervorging (86.). Dann war der Amberger Keeper aber machtlos, als Michael Busch, der erst in dieser Saison von Amberg zurück nach Weiden gewechselt war, im Strafraum relativ unbedrängt zum Abschluss kam, den Ball nicht richtig erwischte, aber dieser vom Innenpfosten hinein ins Tor trudelte - der Siegtreffer für die Gäste kurz vor Abpfiff (87.). "Es ist schon bitter, auf der Zielgeraden zu sein und dann kurz vor Schluss so einen vermeidbaren Treffer zu kassieren", ärgerte sich Lutz Ernemann, während sein Gegenüber Florian Schrepel froh war über den Dreier: "Es war nicht unverdient, aber es war schon eine gehörige Portion Glück dabei." Es war nicht mehr als ein normales Fußballspiel - ein schlechtes obendrein.

Es war nicht unverdient, aber es war schon eine gehörige Portion Glück dabei.Florian Schrepel, Interimstrainer der SpVgg SV Weiden

FC Amberg: Bleisteiner - Hüttner, Helleder, Gömmel, Florek - Ram, Keilholz, Popp, Tischler, Fruth - Schulik

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