SV Loderhof/Sulzbach will den Abstiegs-Hattrick verhindern
"Totgesagte leben länger"

"Mit dem Abstieg 2016 in die Kreisklasse verloren wir fast eine komplette Mannschaft. Und dieser Aderlass konnte nicht aufgefangen werden." Zitat: Joachim Bender, Vorsitzender des SV Loderhof/Sulzbach
Sport
Amberg in der Oberpfalz
13.10.2017
38
0
 

Die Fußballer des SV Loderhof schnupperten 2009 an der Tür zur Bezirksliga. Davon sind sie momentan weit entfernt. Zuletzt gab es zwei Abstiege. Den "Worst Case", den freien Fall bis in die B-Klasse, wird man aber verhindern - da ist man sich im Verein sicher. Denn: "Totgesagte leben länger".

Die Geschichte des noch jungen Vereins kam Ende der 1980er Jahre in Bewegung: Nach dem Konkurs der Maxhütte fiel das Gelände dem Freistaat Bayern zu. Der wollte auf dieser Seite des Autobahnzubringers eine Abteilung der Bereitschaftspolizei bauen und der SV Loderhof bekam, nachdem er sein eigenes Sportgelände freigegeben hatte, dort ein adäquates Areal. Seit dem 1. Mai 1989 besteht dieses Mietverhältnis. 15 Jahre später waren die Fußballer mit dem TV Sulzbach verbunden, der musste im Oktober 2004 Insolvenz anmelden und es kam zum Zwangsabstieg.

Dem neuen Verein SV Loderhof/Sulzbach schlossen sich ausschließlich die Fußballer des TV Sulzbach an und man musste mit zwei Mannschaften wieder neu von unten durchstarten. "2006 gelang gleich das Meisterstück und der Aufstieg in die Kreisklasse", erinnert sich Vorsitzender Joachim Bender, "dann folgte unser Aufstieg in die Kreisliga, und die Reserve stieg in die A-Klasse auf, die ,Erste' verpasste dann 2009 in der Relegation den Aufstieg in die Bezirksliga". Die nächsten Jahre war der SV Loderhof Stammgast in der Kreisliga, "aber mit dem Abstieg 2016 in die Kreisklasse verloren wir fast eine komplette Mannschaft. Und dieser Aderlass konnte nicht aufgefangen werden: Wir sind erneut abgestiegen, und das kostete uns wieder einige Akteure. Unser Sieg gegen Hütten am letzten Spieltag war ganz wichtig für unsere Moral und unser Trainer findet den richtigen Weg für die Zukunft", ist sich Bender sicher.

Der heißt Alfred Glashauser, ist zusammen mit Markus Schwärtzer einer der letzten Getreuen vom Stammverein TV Sulzbach und führt seit der Winterpause das Kommando an der Seitenlinie. "Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die ab und zu auch noch zu grün ist, einen Vorsprung zu verwalten, aber wir werden die A-Klasse halten und darauf aufbauen", ist auch der Übungsleiter überzeugt. 17 Spieler hat der "Fred" im Kader, dazu helfen noch ein paar ältere Spieler aus, wenn Not am Mann ist. "Der Trainingsbesuch schwankt so zwischen 13 und 18 Spielern, auch damit lässt sich gut arbeiten und wir werden den Unkenrufern über unsere Zukunft widersprechen, denn Totgesagte leben länger", freut sich der Coach auch auf künftige Erfolgserlebnisse. "Ansonsten ist unsere Situation wohl den meisten kleineren Vereinen auch nur zu gut bekannt, denn eine Handvoll engagierter Sportsleute schmeißt eigentlich das Vereinsleben." Glashauser wagt auch einen Blick in die Zukunft, denn nachdem die JFG Herzogstadt sehr erfolgreiche Zeiten erlebte, wird die Nachwuchsarbeit nun durch eine SG Rosenberg/Kauerhof/Loderhof forciert. "Warum soll daraus nicht einmal ein Verein entstehen, der in Sulzbach-Rosenberg für richtig höherklassigen Fußball sorgt, der für eine Stadt mit 20 000 Einwohnern schon angemessen wäre..."

Mit dem Abstieg 2016 in die Kreisklasse verloren wir fast eine komplette Mannschaft. Und dieser Aderlass konnte nicht aufgefangen werden.Joachim Bender, Vorsitzender des SV Loderhof/Sulzbach
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.