11.07.2017 - 21:20 Uhr
Sport

Tischtennis-Verbandstag beschließt Strukturreform Neue Wege an den Platten

(blg) Der Bayerische Tischtennis-Verband (BTTV) hat beim außerordentlichen Verbandstag im Congress-Centrum in Amberg die Weichen für die Zukunft gestellt: Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Delegierten am Sonntag für die neue Strukturreform, an deren Planung eine Arbeitsgruppe ein Jahr gearbeitet hatte.

von Monika Bugl Kontakt Profil

Wechsel möglich

Für die Satzungsänderung war eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Die neue Struktur umfasst dann 16 Bezirke und ersetzt die bisherige Aufgliederung in 7 Bezirke und 63 Kreise. Sie tritt am 1. Mai 2018 zur Saison 2018/2019 in Kraft. Die von der AG festgelegte Zuordnung der Vereine kann sich noch ändern. Bis zum Verbandsausschuss im November dieses Jahres haben Vereine, die im Randgebiet der neuen Bezirke angesiedelt sind, einen Wechsel in eine andere Region zu beantragen. Erst dann wird eine endgültige Einteilung erfolgen.

"Ich bin sehr froh und glücklich, dass die überwältigende Mehrzahl unserer Delegierten dem Antrag gefolgt ist. Die Strukturreform ist ein wichtiger Schritt, um unseren Verband und um unsere Sportart in eine gute Zukunft zu führen. Mein Dank gilt auch der entsprechenden Arbeitsgruppe, die die Reform im Vorfeld hervorragend ausgearbeitet hat", kommentierte BTTV-Präsident Konrad Grillmeyer das positive Votum. Insgesamt hatten die Delegierten über 58 Anträge zu entscheiden.

Die neue Struktur - 16 annähernd gleich große Bezirke - löst die bisherigen 70 Untergliederungen (7 Bezirke, 63 Kreise) ab. Damit werde unter anderem der vorhandenen Heterogenität der Kreise, dem rückläufigen ehrenamtlichen Engagement und dem Mitgliederrückgang begegnet. "Die bisherigen Kreise sind sehr unterschiedlich aufgestellt, mancherorts kämpfen sie ums Überleben. Daher mussten wir aktiv werden. Im April 2016 hat der Verbandsausschuss eine entsprechende Arbeitsgruppe eingerichtet. Mit der neuen Struktur ist der Tischtennis-Sport in Bayern deutlich homogener aufgestellt. Wir werden handlungsschneller, optimieren die Kommunikation mit den Untergliederungen und können unsere Fachwarte besser schulen und noch stärker in Entscheidungsprozesse einbinden", nennt Grillmeyer die Vorteile. Die 16 Bezirke gliedern sich geographisch in vier Himmelsrichtungen Nord/West, Nord/Ost, Süd/West und Süd/Ost samt Bezeichnung der jeweiligen politischen Region, zum Beispiel "Oberpfalz-Nord" und "Oberpfalz-Süd".

Die Ligenstruktur stellt sich ab der Spielzeit 2018/2019 wie folgt dar: Auf Verbandsebene wird es 2 Verbandsoberligen (derzeit Bayernliga), 4 Verbandsligen (derzeit Landesliga) und 8 Landesliga (derzeit 1. Bezirksliga) geben. Auf Bezirksebene treten an die Stelle der bisherigen Spielklassen dann 16 Bezirksoberligen (derzeit 2. Bezirksliga) sowie darunter 32 Bezirksligen(derzeit 3. Bezirksliga) sowie die Bezirksklassen A-D (derzeit 1.-4. Kreisliga).

Bei den Ligen im Damen-, Nachwuchs- und Seniorenliegenspielbetrieb ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Mannschaftszahlen Anpassungen im Schema. Das wird eine der Aufgaben von Facharbeitsgruppen sein, die nach dem positivem Votum zur Strukturreform eingesetzt werden. Sie werden die Details im Einzelspielbetrieb, Pokal- und Mannschaftsmeisterschaften sowie der Mini-Meisterschaften ausarbeiten. Die Ergebnisse werden anschließend in den Sitzungen des Verbandsausschusses im November 2017 und März 2018 verabschiedet.

Start am 1. Juli 2018

Im April 2018 werden die "alten" Untergliederungen ihre abschließenden Sitzungen abhalten. Im Juni 2018 konstituieren sich die 16 neuen Bezirke. Der Spielbetrieb mit neuer Struktur startet zum 1. Juli 2018. Am 21./22. Juli 2018 findet der erste Verbandstag nach Einführung der neuen Struktur in Reichertshofen statt.

Wir werden handlungsschneller, optimieren die Kommunikation mit den Untergliederungen und können unsere Fachwarte besser schulen.BTTV-Präsident Konrad Grillmeyer
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