12.03.2018 - 17:16 Uhr

Torjäger Sebastian Schulik vom FC Amberg und sein unheimlicher Lauf "Da halte ich jetzt mal den Ball flach"

Drei gegen den SC Ettmannsdorf, drei gegen den FC Hersbruck, drei gegen Detag Wernberg, jetzt im ersten Punktspiel der Fußball-Bayernliga Nord nach der Winterpause beim 1. FC Sand vier. 13 Treffer in 4 Spielen. Sebastian Schulik hat schon viele Tore geschossen - aber an so eine Serie kann er sich nicht erinnern. Im Interview mit den Oberpfalz-Medien spricht der 31-jährige Stürmer des FC Amberg über seinen "Lauf", die Chancen auf den Klassenerhalt, seinen Fitnesszustand nach monatelanger Verletzung und erklärt, warum der Führende der Torschützenliste trotzdem ruhig schlafen kann.

Sebastian Schulik. Bild: ref
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Herr Schulik, in der Vorrunde erzielten sie in 17 Spielen insgesamt 4 Tore, jetzt 4 in einem Spiel, davor 9 in der Vorbereitung. Was ist denn los mit Ihnen?

(lacht) Da muss schon einiges zusammenkommen. Gerade am Samstag in Sand hat einfach viel funktioniert, war die Effektivität sehr gut. Viel mehr Chancen hatte ich nicht, vier, fünf - und davon habe ich vier gemacht. Ich hatte sehr gute Zuspiele meiner Mannschaftskollegen; und diesmal auch das Quäntchen Glück, dass die Bälle reingehen.

Nehmen Sie sich vor einer Saison eigentlich eine gewisse Trefferanzahl vor?

Ich hatte mir so 10, 15 zum Ziel gesetzt. Aber wir haben eine schwierige Situation, da war es nicht zu erwarten, dass man ansatzweise an diese Quote herankommt.

Die 15 scheinen jetzt kein Problem mehr zu sein...

Naja, da gehe ich jetzt Schritt für Schritt. Wenn die 10 erreicht sind, bin ich schon mal glücklich. Man kann nicht erwarten, dass das so weitergeht. Deshalb halte ich da den Ball jetzt erst einmal flach. Wichtiger als die 15 Tore ist, dass wir die Punkte für den Klassenerhalt holen.

Das 4:3 in Sand war erst der vierte Saisonsieg. Zum Vorletzten sind es drei Punkte Abstand. Wie schätzen Sie die Chancen ein?

Wir kennen die Situation, wir wissen, dass die Saison mit dem Abstieg enden kann - und nehmen uns den Druck auch ein bisschen selber. Aber unser Ziel ist und bleibt, nicht Letzter zu werden und zumindest einen Relegationsplatz zu erreichen. Und da bin ich schon zuversichtlich.

Am Samstag kommt Schweinfurt...

Das ist wieder eines unserer Sechs-Punkte-Spiele. Da kommt's drauf an. Wenn wir das jetzt auch wieder hinbekommen, sieht die Welt wieder ein bisschen anders aus.

Sie sind fast eine gesamte Saison verletzt ausgefallen, ließen sich dann an der Leiste operiert. Sind Sie soweit wieder fit?

Aktuell geht es mir sehr, sehr gut, ich fühle mich sehr wohl. Die Vorbereitung konnte ich komplett durchziehen, hatte keinerlei Beschwerden. Es geht auf alle Fälle aufwärts.

Der Aschaffenburger Björn Schnitzer führt mit 21 Treffern die Torjägerliste an. Muss er bald unruhig werden?

(lacht) Ich glaube, er kann weiter ruhig schlafen. Ich gönne es ihm, er ist ein überragender Fußballer.

Wie sehen eigentlich Ihre Pläne aus? Bleiben Sie in Amberg?

Ich habe gerade den Bachelor-Abschluss als Wirtschaftsingenieur in der Tasche. Jetzt steht der Job im Fokus, deswegen habe ich auch noch nicht entschieden, wie es sportlich weitergeht. Ich bin offen für Gespräche - und da ist der Verein, bei dem ich spiele, erster Ansprechpartner.

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