30.11.2017 - 13:20 Uhr
Sport

Transfer-Kracher beim ERSC Amberg Bernhard Keil ein Löwe

Transfer-Hammer beim ERSC Amberg: Zum 1. Dezember wechselt Stürmer Bernhard Keil von den Eispiraten Crimmitschau aus der DEL 2 zum Eishockey-Landesligisten.

ERSC-Obmann Chris Spanger (links) mit Bernhard Keil. Da freuen sich offensichtlich beide über die Rückkehr des Top-Stürmers zu seinem Stammverein. Bild: pa
von Autor PAProfil

Der 25-jährige Bernhard Keil ist gebürtiger Amberger und begann auch im Nachwuchs des ERSC. Seine sportliche Ausbildung genoss er in Regensburg und Mannheim. Mit den Jungadlern Mannheim wurde er dann auch deutscher Meister und gleichzeitig Topscorer der DNL mit 91 Scorerpunkten (34 Tore). Für ein Jahr spielte er anschließend in Übersee in der Western Hockey League (WHL) bei den Kamloops Blazers, kam in 46 Einsätzen auf 8 Scorerpunkte.

Zurück in Deutschland absolvierte der Rechtsaußen (184 cm/92 kg) insgesamt 176 Spiele (19 Punkte) in der DEL für Straubing, Schwenningen und München. Die letzten zwei Spielzeiten lief er für die Eispiraten in Crimmitschau in der DEL 2 auf, kam in 77 Begegnungen auf 51 Scorerpunkte (31 Tore). Beim DEB war er außerdem in den Auswahlteams U 17 bis U 20. Deshalb überrascht der Wechsel zum ERSC Amberg sportlich schon, aber Keil nennt die Gründe: "Es geht um die Gesundheit. Die Anforderungen im Profi-Leistungssport sind hoch und von ärztlicher Seite aus wurde mir geraten, einen Gang rauszunehmen - was nicht heißt, mit dem Eishockey aufzuhören, aber zu reduzieren. Ich muss an meine Zukunft denken, hatte schon schwere Verletzungen und da könnte es von heute auf morgen ganz vorbei sein mit dem Sport und man steht vor dem Nichts." Die Prioritäten hätten sich einfach geändert, so Keil: "Ich möchte mit meiner Partnerin etwas aufbauen, privat und beruflich und sehe hier in meiner Heimatstadt Amberg gute Perspektiven, weil ich auch noch viele Leute kenne". Der ERSC möchte ihm in dieser Richtung auch jede mögliche Unterstützung zukommen lassen.

Laut Auskunft von Obmann Chris Spanger liefen die Passangelegenheiten mit dem Verband bislang ohne Komplikationen, was einen Einsatz von Bernhard Keil am Freitag, 1. Dezember, im Heimspiel gegen Selb (20 Uhr) wahrscheinlich macht.

Es geht um die Gesundheit. Die Anforderungen im Profi-Leistungssport sind hoch und von ärztlicher Seite aus wurde mir geraten, einen Gang rauszunehmen.Bernhard Keil
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