Unentschieden für Handballerinnen der HG Amberg
Ex-Ambergerin als Spielverderberin

Eine Hand am Wurfarm, die andere umklammerte die Gegenspielerin - die Forchheimer Spielerin versuchte Ambergs Anja Hirschmann (links) aufzuhalten. Das klappte nicht immer. Mit sieben Toren war Hirschmann beste Schützin der HG Amberg beim 20:20-Unentschieden gegen den HC Forchheim. Bild: brü
Sport
Amberg in der Oberpfalz
27.02.2018
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Mit einem 20:20-Remis halten die Handballerinnen der HG Amberg den HC Forchheim im Abstiegskampf der Bezirksoberliga auf Abstand und gewinnen auch den direkten Vergleich. Einen Sieg verhindert ausgerechnet eine Ex-Ambergerin.

Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg trennten sich am Samstagabend vom HC Forchheim mit einem 20:20 (11:11)-Unentschieden. Beide Teams benötigen noch Punkte für den Klassenerhalt, denn die Abstiegskonstellation in der Landesliga könnte zu vier Absteigern aus der Bezirksoberliga führen.

Forchheim (13:17 Punkte) belegte vor dem Anpfiff mit Rang neun den ersten Platz unter dem Strich, hätte mit einem Sieg in der Oberpfalz den Tabellensiebten aus Amberg (14:16) aber überholen können. Die aus der HG-Jugend stammende Hannah Nemeth konterte die 1:0-Führung der Ambergerinnen mit einem Doppelschlag. In der Folgezeit wechselte die Führung hin und her. HG-Trainer Sven Wirth sah zwei Teams, "die nicht wie gewohnt ihre Chancen nutzten". Grund waren die starken Torhüterleistungen hüben wie drüben: "Lisa Brossmann hat wieder sehr gut und uns im Spiel gehalten", lobte der Übungsleiter seine Keeperin. Erfreulich war aus Amberger Sicht die Siebenmeterquote, die schon einige Siege im Saisonverlauf gekostet hatte: Diesmal waren alle fünf Versuche vom Strich erfolgreich. Den zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand konnten die Gastgeberinnen zur Pause noch egalisieren, Nina Hagerer traf mit der Sirene zum 11:11-Halbzeitstand.

Die zweite Spielhälfte war ein Spiegelbild der ersten - nur noch etwas torärmer. Das galt besonders für die fünf Schlussminuten, in denen tatsächlich nur drei Treffer fallen sollten. Den Ausgleichstreffer von Anja Hirschmann ergänzte Tina Lösch vier Minuten vor Ultimo mit dem 20:19, doch Hannah Nemeth sollte es 56 Sekunden vor der Sirene an alter Wirkungsstätte vorbehalten sein, den Gästen einen Zähler zu sichern. "Das Unentschieden war gerecht", urteilte Wirth, "beide Teams waren über 60 Minuten auf Augenhöhe". Durch das Remis hielt Amberg Forchheim in der Tabelle zunächst auf Abstand, gewann den direkten Vergleich und durfte sich zudem über einige für das eigene Abschneiden positive Ergebnisse aus den anderen Hallen freuen.

HG Amberg: Tor: Brossmann, Porst. Feld: Hirschmann (7/4), Hagerer, Frisch (je 3), Engelbrecht, Selina Wrosch, Lösch (je 2), Behringer (1/1), Leonie Wrosch, Bodensteiner, Ludwig, Karl
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