Vor der Bundesliga-Relegation: Ambergs Trainer und seine Zeit bei Kiel
Als Ernemann noch ein "Storch" war

Lutz Ernemann. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
16.05.2018
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Er lebt gerne hier in der Oberpfalz, aber die Zeit an der Küste hat er liebgewonnen: "Kiel ist für mich eine Traumstadt", schwärmt Lutz Ernemann. Der ist zur Zeit Trainer des Bayernliga-Absteigers FC Amberg und erlebte auch die damals noch besseren Zeiten des FCA mit. Zwischendurch ging der Verteidiger auf Wanderschaft und landete dabei Ende der 70-er Jahre bei Holstein Kiel. "Wir haben damals in der 2. Liga Nord gespielt, an diese Zeit dort erinnere ich mich gerne zurück", sagt der mittlerweile 61-Jährige. Im Sommer 1979 heuerte er bei den Kieler "Störchen" an, blieb drei Jahre, ehe er für Fortuna Köln spielte.

"Kontakt nach Kiel ist keiner mehr da", sagt Ernemann. Er habe mal vor Jahren eine Einladung zu einem Jubiläum bekommen. "Aber ich musste leider absagen." Seitdem hat er nichts mehr gehört. Er beobachte natürlich, was seine ehemaligen Kieler in den Bundesliga-Relegationsspielen am Donnerstag und Montag gegen den VfL Wolfsburg machen. Mitfiebern ist aber das falsche Wort.

"Ich denke, das ist auch nicht gut für den Verein, wenn er aufsteigen würde", meint er. Die erste Liga sei wohl eine Nummer zu groß für den gesamten Verein. "Aber vielleicht wäre es doch ein Erlebnis wert." So ganz daran glauben will er nicht: "Wolfsburg ist Favorit." Dennoch hat Ernemann der "Störche"-Höhenflug in Liga zwei beeindruckt: "Sie stehen nicht umsonst da vorne."

Kontakt hat er noch zu einem Mitspieler von damals - Andreas Köpke. Der einstige Nationalkeeper und jetzige Bundestorwarttrainer startete damals gerade seine Karriere bei den Holsteinern. Ernemann: "Wir sind seitdem gut befreundet."
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