Wahlen beim BLSV-Bezirk Oberpfalz
Müller macht's wieder

Wunderschön eingerahmt: Bezirksvorsitzender Hermann Müller überreichte den Ehrenmitgliedern Evelin Hensel (links) und Erika Rathgeb (rechts) ihre Urkunden. Bild: lst
Sport
Amberg in der Oberpfalz
19.03.2018
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Mit dieser Vorstandschaft geht der BLSV-Bezirk Oberpfalz in die nächsten fünf Jahre und die Vize-Präsidenten Bernd Kränzle (Dritter von links) und Jörg Ammon (rechts) gratulierten (von links): Helmut Luderer, Matthias Meyer, Bernd Kränzle, Barbara Hernes, Ernst Werner, Hermann Müller, Tobias Liedl, Ralf Bernowsky, Maria Zwickenpflug, Andreas Malzer, Günther Fellner, Eva Berzl, Magnus Berzl und Jörg Ammon. Es fehlen: Bernhard Reiß, Stephan Landgraf, Kurt Mieschala, Philipp Donhauser und Wilhelm Fumy. Bild:

Der Bezirk Oberpfalz des Bayerischen Landes- Sportverbandes (BLSV) geht mit einer etwas veränderten Führungsmannschaft in die nächsten fünf Jahre. Der Vorsitzende bleibt der gleiche.

Neunburg/Amberg. Am Samstag bestätigten 120 Delegierte einstimmig beim Bezirkstag in der Schwarzachtalhalle in Neunburg Hermann Müller (Kreis Schwandorf) erneut als Vorsitzenden sowie den Großteil seines Führungsteams. Neu in der Vorstandschaft sind als stellvertretender Bezirksvorsitzender Helmut Luderer (Kreis Regensburg), als Schatzmeister Tobias Liedl (Kreis Weiden-Neustadt/WN), als Referentin für Sport für Ältere Barbara Hernes (Kreis Amberg), als Revisoren Bernhard Reiß (Kreis Tischenreuth) und Kurt Mieschala (Kreis Schwandorf), als stellvertretende Revisoren Philipp Donhauser (Kreis Amberg) und Wilhelm Fumy (Kreis Weiden-Neustadt/WN) und als Vertreter im Wirtschaftsbeirat Matthias Meyer (Kreis Regensburg).

Neben den Neuwahlen war zudem die Verabschiedung und Ehrung von Schatzmeister Werner Ditterich, der 49 Jahre ehrenamtlich tätig war, einer der Höhepunkte.

Lob fürs Pilotprojekt

Vize-Präsident Jörg Ammon ging in seiner Rede auf die Arbeit und die wichtige Rolle des BLSV-Bezirks als Bindeglied und Servicedienstleister für die Vereine ein. Besonders hob er dabei das oberpfälzer Pilotprojekt "Mehr Zukunft wagen", das Mitte 2018 endet, hervor. Bei diesem Projekt, an dem sich die DJK Falkenberg, der TV Vohenstrauß, der SV Raigering, die SG Hohenschambach, der TSV Schwandorf und der TB Regenstauf beteiligen, hilft der BLSV-Bezirk Oberpfalz in Zusammenarbeit mit externen Experten diesen ausgewählten Vereinen, ihre Vereinsstrukturen neu auszurichten. "Unsere Vereine müssen ihre Angebote zielorientiert aufstellen", machte der BLSV-Funktionär deutlich.

Thema Digitalisierung

In die gleiche Kerbe schlug auch Bezirksvorsitzender Müller in seinem kurzen Rück- und längerem Ausblick. Sein Schwerpunkt lag auf der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung, die sich der BLSV nicht verschließen kann und will. Aber Müller warnte auch vor den daraus resultierenden Problemen: "Es wird immer schwieriger für die Vereine, Nachwuchs zu generieren." Müller forderte daher, dass die digitalen BLSV-Produkte anwenderfreundlich sein müssen. Nur so sei eine vernünftige Digitalisierung zum Wohle aller möglich. Als wichtigste Punkte der Bezirks-Agenda 2023, also der künftigen Aufgaben, die sich das "Team O (O = Oberpfalz)" widmen will, nannte Müller den weiteren Abbau der Bürokratie, den Ausbau hauptamtlicher Strukturen im Verband und in den Vereinen, der Initiative, dass sich Männer ab 35 Jahren verstärkt im Ehrenamt engagieren und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Sportfachverbänden. "Mein Traum, meine Vision, ist aber, dass in Zukunft jeder Verein seinen eigenen Vereinsmanager hat", hoffte der Bezirksvorsitzende. Nach Müllers Ansprache folgten die Kurzberichte der Vorstandsmitglieder, unter anderem von Werner Ditterich, dessen letzter Kassenbericht mit stehenden Ovationen begleitet wurde. In der sich anschließenden Talkrunde stellten sich die Politiker MdB Karl Holmeier, MdL und stellvertretender Landrat Joachim Hanisch sowie die Bezirksräte Richard Gaßner und Thomas Gabler den Fragen von BLSV-Bezirksvorsitzenden Müller.

Ehrennadel in Platin

Bei den Ehrungen übergab Müller den Bezirksehrenmitgliedern Evelin Hensel und Erika Rathgeb nachträglich zu ihrer Ernennung ihre Urkunden. Bezirks-Ehrenvorsitzender Josef Lobenhofer trug eine humorvolle Laudatio für den nach 49 Jahren ausscheidenden Ditterich vor, der für seine Verdienste von Ammon die Ehrennadel in Platin erhielt, eine nicht alltägliche Auszeichnung.

BLSV Bezirk OberpfalzNeuwahlen

Bezirksvorstandschaft: Hermann Müller (Vorsitzender), Helmut Luderer (stellv. Vorsitzender), Anton Malzer (stellv. Vorsitzender), Tobias Liedl (Schatzmeister), Barbara Hernes (Frauenvertreterin und Referentin Sport fürÄltere), Maria Zwickenpflug (Referentin Sportabzeichen), Ralf Bernowsky (Referent für Bildung), Günther Fellner (Referent OSM/Akademie), Stephan Landgraf (Referent für Öffentlichkeitsarbeit), Ernst Werner (Referent Schule und Verein), Eva und Magnus Berzl (BSJ-Jugendleiter), Bernhard Reiß und Kurt Mieschala (beide Revisoren), Philipp Donhauser und Wilhelm Fumy (beide stellv. Revisoren), Matthias Meyer (Mitglied des Wirtschaftsrats)

Ehrungen

Erika Rathgeb und Evelin Hensel (beide Urkunden als Ehrenmitglieder des Bezirks), Werner Ditterich (Ehrennadel in Platin)

Verabschiedungen

Werner Ditterich (Schatzmeister), Franz Hohenleutner (Referent Sport für Ältere), Leonhard Beck (Mitglied des Wirtschaftsrats), Alfons Ebneth und Ludwig Lang (beide Revisoren)


Mein Traum, meine Vision, ist aber, dass in Zukunft jeder Verein seinen eigenen Vereinsmanager hat.Hermann Müller, BLSV-Vorsitzender der Oberpfalz

Neunburg/Regensburg. Hermann Müller ist am Samstag als Vorsitzender des BLSV-Bezirks Oberpfalz einstimmig für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Der 56-jährige sportlich aktive Schwandorfer, der in Amberg wohnt, war von 2004 bis 2012 Vorsitzender der Bayerischen Sportjugend im Bezirk, ist seit 42 beziehungsweise 45 Jahren Mitglied beim TSV und FC Schwandorf und gehörte von 1995 bis 2004 der Vorstandschaft des damals neu gegründeten Basketball-Bezirk Oberpfalz an.

Herr Müller, was treibt Sie an und in welchen Sportarten sind Sie selbst aktiv?

Müller: Sport bestimmte schon seit meinem sechsten Lebensjahr an mein Leben. Ich durfte Dinge erleben, die ich ohne den Sport nie erfahren hätte. Diese persönlichen Erlebnisse, nur möglich durch das Engagement meiner Trainer und Abteilungsleiter im Tennis, Basketball, Leichtathletik, Judo und Skifahren, will ich gerne in einem "Team O" (das BLSV-Team Oberpfalz) weiterleiten und -geben. Jetzt ist unsere Generation einfach dran, die Rahmenbedingungen für Vereine zu schaffen. In den Sportarten Tennis, Basketball, Skifahren und Radfahren bin ich derzeit mal weniger mal mehr aktiv.

Was ist das Besondere am BLSV-Sportbezirk Oberpfalz?

Die Atmosphäre im "Team O" ist schon etwas Besonderes. Die Ausgeglichenheit, der Respekt untereinander und die großartige Unterstützung bei den Ehrenamtlichen in Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Mitarbeitern hat den Sportbezirk Oberpfalz in den letzten Jahren geprägt. Dadurch waren Projekte wie "Mehr Zukunft wagen" und die Neuausrichtung der Förderung aus Bezirkstags-Mitteln an die Sportvereine und Fachverbände erst möglich.

Welche Ziele werden Sie im Sportbezirk Oberpfalz in den nächsten fünf Jahren verfolgen?

Das Projekt "Mehr Zukunft wagen", zusammen mit der neugestalteten "Vereinsanalyse", was bis jetzt nur in der Oberpfalz angesiedelt ist, wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit sein. Weiter stehen auf unserer Agenda 2018 bis 2023 der Bürokratieabbau - die Vereine müssen zukünftig deutlich entlastet werden. Und das Thema: Wie schaffen wir es, Männer im Alter von 30 bis 55 Jahren nach Ende ihrer sportlichen Karriere für unterstützende Maßnahmen oder ehrenamtliche Arbeiten in den Vereinen zu gewinnen?
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