10.07.2017 - 20:00 Uhr
Sport

Wasserski Ex-Weltmeister trumpft auf

Am Anfang steht das große Zittern. Bis eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften im Wasserski ist nicht klar, ob der Pegelstand des Haidweihers ausreichen würde. Dann kommt die Entwarnung. Und Steffen Wild zeigt, was er noch drauf hat.

Ein Lokalmatador auf einem Bein: Rainer Kapfelsberger vom WSC Haidweiher beim Trickski. Bild: exb
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Aber das etwas kühlere Wetter und ein paar Regenschauer haben dafür gesorgt, dass die besten Wasserski-Läufer Deutschlands nach Amberg kommen konnten. Und auch am vergangenen Veranstaltungs-Wochenende spielte das Wetter mit. Perfekte Verhältnisse, Sonne, angenehme Temperaturen und die Gewitter machten einen Bogen um das Veranstaltungsgelände des Wasser Ski Club Haidweiher. Und so waren es nicht nur die Deutschen Meisterschaften, sondern auch ein großes Familien-Fest der deutschen Wasserski-Gemeinde.

Von Freitag bis Sonntag traten weit über 60 Teilnehmer aus ganz Deutschland in den drei Disziplinen (Slalom, Springen und Trick-Ski) gegeneinander an. Auch die 15 Teilnehmer des WSC Haidweiher stiegen nicht mit leeren Händen aus dem Wasser. Die Ausbeute war gut. Allen voran der ehemaliger Weltmeister Steffen Wild zeigte beim Slalom der Männer über 45 seine Klasse und gewann souverän. Auf dem zweiten Platz Jens Niederbäumer vom Wasserskiclub Mastholte und auf Rang drei Michael Lang vom WSC Haidweiher.

Die Europameisterin Petra Böpple-Filbig zeigte in allen drei Disziplinen eine großartige Leistung bei den Damen über 45 (Trick-Ski Platz 1, Springen Platz 2, Slalom Platz 3). Und auch in der offenen Klasse überzeugte die Allrounderin (Slalom Platz 6, Trick-Ski Platz 4, Springen Platz 10) und so holte sie bei der Overall-Wertung der offenen Klasse den vierten Platz. Wolfgang Auer verfehlte nur knapp beim Slalom der Herren über 35 das Treppchen und musste sich mit den vierten Rang zufrieden geben. Er zeigt aber auch, dass der Begriff der Wasserski-Familie in seinem Fall wörtlich zu nehmen ist. Sein Sohn Julius Auer - mit gerade mal zwölf Jahren der jüngste Teilnehmer im Feld - landete in der offenen Klasse im Slalom auf Rang 15. Hier zeigt sich die intensive Jugendarbeit des Wasser Ski Club Haidweiher. Erst vor kurzem wurde ein einwöchiges Jugendtraining mit einer Koryphäe des Wasserski-Sports, Franz Oberleitner, organisiert. Der Wasserski-Profi aus Österreich mit ständigen Wohnsitz in Florida schaffte es mit seiner alpenländischen Art, die Kinder und Jugendlichen zu motivieren und auch dem Spaß am Sport zu vermitteln - auch wenn es nicht immer so klappt, wie man es gerne hätte.

Genau dieses Problem haben auch die älteren Sportler - Rainer Kapfelsberger ging es genau wie Wolfgang Auer. Knapp am dritten Platz vorbei im Slalom der Herren über 55. Dafür stand er beim Trick-Ski über 55 klar auf dem zweiten Platz, nur Hans-Joachim Menzel vom Wasserskiclub Mastholte war vor ihm. Der erste Platz im Slalom der Herren über 65 ging ohne Zweifel an Norbert Burger. Ulrich Sattler (Platz 13) und Reiner Kahl (Platz 15) hatten beim Slalom der Männer über 45 trotz der hinteren Plätze Spaß und einen gewissen Anreiz bei den nächsten Deutschen Meisterschaften etwas weiter nach vorne zu kommen.

Trotz der anfänglichen Sorgenfalten der Verantwortlichen am Haidweiher, ob der Wasserpegel ausreichen würde, war es auch eine Auszeichnung für den WSC Haidweiher, dass die Wasserski-Elite Deutschlands nach 2016 wieder in die Oberpfalz kam.

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