20 Jahre lang Tag und Nacht an der Seite des Ehemannes
Margareta Spachtholz bekommt Pflegemedaille

Margareta Spachtholz erhielt die Pflegemedaille von Regierungspräsident Axel Bartelt (links). Es gratulierten (von rechts) Armin Nent-wig, Sohn Thomas Spachtholz und Bürgermeister Martin Preuß. Bild: gib

Amberg/Regensburg. Margareta Spachtholz kümmerte sich aufopferungsvoll um ihren erkrankten Mann. 20 Jahre lang. Tag und Nacht. Dafür gab es die Pflegemedaille des Freistaats als Anerkennung.

Normalerweise finden Ehrungen der Regierung der Oberpfalz im großen Sitzungssaal statt. Weil sie aber die einzige Preisträgerin war, genoss Margareta Spachtholz am Mittwoch ein Privileg: Die Ambergerin wurde von Regierungspräsident Axel Bartelt in dessen Amtszimmer ausgezeichnet.

1995 erlitt Margareta Spachtholz' Ehemann Richard im Alter von 55 Jahren eine Hirnblutung. Ein Vierteljahr lag er im Koma, wurde in verschiedenen Kliniken behandelt und kehrte dann nach Hause zurück. "Sie haben Ihren Mann über 20 Jahre lang gepflegt, betreut, therapiert und sich Tag und Nacht um ihn gekümmert", richtete sich Bartelt an Margareta Spachtholz. Auch als ihr Mann in den letzten eineinhalb Jahren seines Lebens in einer Pflegeeinrichtung untergebracht werden musste, sei die Frau von früh bis spät in der Nähe gewesen und habe sich um sein Wohlergehen gesorgt. Im April 2015 starb Richard Spachtholz. "Sie sind ein Vorbild für mich", sagte Bartelt.

"Und ich würde mir wünschen, dass diesem Vorbild viele folgen." 1993 hat das Bayerische Sozialministerium mit der Pflegemedaille eine Dank- und Ehrenurkunde geschaffen. Mit ihr sollen Menschen ausgezeichnet werden, die sich besondere Verdienste in der Pflege behinderter und alter Menschen erworben haben - wie die Ambergerin. Zu den ersten Gratulanten gehörte Bürgermeister Martin Preuß , der Margareta Spachtholz Pralinen überreichte. Auch der ehemalige Landrat Armin Nentwig war nach Regensburg gekommen. Er hatte die Familie Spachtholz in seiner Funktion als Vorsitzender des Verbands Schädel-Hirnpatienten in Not begleitet. Auch Nentwig hob das Engagement von Margareta Spachtholz als außergewöhnlich hervor.
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