2017 startet am Klinikum St. Marien mit neuem Rekord an Neujahrsbabys
Sieben Kinder auf einen Streich

Nicht jede Familie fühlt sich nach der Geburt gleich so fit, mit Foto und Namen in der Zeitung abgebildet zu werden. Das sind die Eltern mit Nachwuchs, die das wollten und zum Entbindungsmarathon einen entzückenden kleinen oder besser großen Beitrag geleistet haben. Betreut werden sie in diesen Tagen unter anderem von Stationsleiterin Elke Lotter (rechts), Dr. Ines Erhardt (Vierte von rechts) und den Hebammen, hier mit Isabell Suckert (links).
 
Oberärztin Tanja Hauzenberger, Dr. Annette Kotissek und Leitende Hebamme Klaudyna Golkowski (von links) zählten zu den Diensthabenden am Wochenende, die gestern Zeit hatten fürs AZ-Foto, nachdem Kreißsaal und Geburtshilfeabteilung auch am Montag schon wieder eingespannt waren. Bilder: Hartl (2)

Es war fast wie bei einer überraschenden Mehrlingsgeburt: "Da kommt ja noch eins - und noch eins - und noch eins ..." Gut, Siebenlinge wünscht man ob der Strapazen eigentlich keiner Mutter. Das Klinikum St. Marien aber brachte am ersten Tag des neuen Jahres sieben Kinder zur Welt. Ohne schmerzhafte Wehen, aber mit einigem Stress.

Darüber hat die AZ bereits gestern kurz berichtet, ohne allerdings das "historische" Ausmaß dieses freudigen Ereignisses zu kennen. Tatsächlich sind sieben Neujahrsbabys neuer Rekord in Amberg. So viele Geburten an einem 1.1. gab es noch nie. Wegen des besonderen Datums und eben zum Jahresstart schenkt die AZ diesen neuen Kindern seit jeher besonderes Augenmerk.

Diesmal allerdings dürfen wir gleich siebenfach große Augen machen. So oft öffnete sich der Muttermund allein an Neujahr. Weitere zwei Mal übrigens auch an Silvester, so dass zum Jahreswechsel insgesamt neun Kinder in St. Marien das Licht der Welt erblickten.

Und weil die Dienstschichten in der Geburtenabteilung sowieso über Nacht gehen, unterschied das Klinikum gestern im ersten AZ-Bericht gar nicht strikt zwischen Silvester und Neujahr als Geburtstag, sondern addierte gleich mal alle auf. So kam es, dass wir am Montag von fünf Babys am 31. Dezember sprachen, von denen aber drei am Neujahrstag bzw. -morgen zur Welt kamen. Na egal, neun für beide Tage ist die richtige Zahl, die mit sieben Babys am 1.1. eben den neuen Rekord setzt.

"Schon viel zu tun"

"Es war schon viel zu tun", beschrieb Dr. Ines Erhardt, die Leiterin des Perinatalzentrums, gestern das, was ihre Kollegen am Samstag und vor allem am Sonntag leisten mussten. Zwar habe der Kreißsaal seine Personalausstattung an den Wochenenden schon vor einiger Zeit erhöht. Aber die Besetzung, auch mit Ärzten, sei dennoch niedriger als an normalen Arbeits- oder Werktagen, wenn beispielsweise viele geplante Kaiserschnitte stattfinden. Obwohl einige der werdenden Mütter schon vorm Wochenende auf der Wöchnerinnenstation aufgenommen wurden, heißt das nicht, dass man genau(er) gewusst hätte, wann sie gebären. Insofern war die Ballung auf insgesamt gut 24 Stunden schon etwas Besonderes und "wirklich nicht einfach", bestätigte Ines Erhard.

Zumal auch vom Medizinischen her ein breites Spektrum geboten war mit zwei Kaiserschnitten, einer Frühchen-, einer Zwillings- und vier Normalgeburten. Doch allen Müttern und Kindern geht es laut Erhardt gut, auch dem rund vier Wochen zu früh geborenen Mädchen, das im Inkubator nur Wärme, keine weiteren Maßnahmen brauche. Neben den diensthabenden Ärzten (Tanja Hauzenberger, Annette Kotissek, Petr Jurovic und Christina Halder) hatten aber vor allem auch die Hebammen (Klaudyna Golkowski, Elke Stollner, Joanna Tkocz und Karolina Frank) viel zu tun. Denn sie betreuen die Mütter schon Stunden vor der Geburt intensiv, begleiten die Wehenphase bis hin zur Entbindung.

Hebamme auch für Väter da

Nicht zuletzt kümmern sie sich auch um die Väter, die bei allen Geburten am Wochenende dabei waren, schmunzelte Erhardt und versicherte, dass es zumindest keinen "umgehauen" hat. Umwerfend war da neben der Zahl der Kinder schon eher, dass die Hebammen, die ihren Dienst an Silvester begannen und nach ohnehin reichlichen zwölf Stunden eigentlich fertig gewesen wären, noch weit bis in den Neujahrsabend hinein blieben, um die von ihnen übernommenen Mütter weiter zu versorgen. (Angemerkt)

Jonas hat es eilig und ist als Frühchen der Erste"Die Betreuung war tip-top." Das sagen Eva-Maria und Marc Holzheu über ihren Aufenthalt zur Geburt von Sohn Jonas im Klinikum St. Marien. Die Eheleute aus Neuhaus an der Pegnitz sind am Samstag eigens nach Amberg gefahren, um sich hier bei der Entbindung helfen zu lassen. Das hatte ihnen ihr Arzt zu Hause empfohlen, weil das hiesige Perinatalzentrum für Frühgeburten so gut ausgestattet sei. Jonas kam rund drei Wochen zu früh und hatte es obendrein eilig, das erste der Neugeborenen am Jahreswechsel-Wochenende zu sein. Er kam an Silvester um 9.40 Uhr zur Welt, wobei die Geburt laut Mama Eva-Maria "zum Glück flott ging". Drei Stunden nach Eintreffen in St. Marien war Jonas da und macht nun als erstes Kind seine Eltern glücklich. (ath)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.