67. Barbarafeier der Landsmannschaft
Oberschlesien stets verbunden

Ihre Heimat werden sie immer im Herzen tragen, auch wenn sie schon seit Jahrzehnten in Amberg und Umgebung leben. Von links: Friedrich Nitschmann, Wolfgang Lippold, Isabella Graf, Dr. Claudia Sattler-Graf, Andreas Weszka, Elfriede Franz, Josef Adamiok, Amelie Kapulla, Paul Karzmarczyk und Fritz Hermann. Bild: hfz

"War das schön heuer! Wir freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr!" Diese Sätze bekam die Kreisvorsitzende der Landsmannschaft der Oberschlesier, Dr. Claudia Sattler-Graf, immer wieder zu hören, als sie nach der 67. Barbarafeier die Gäste verabschiedete.

Amberg. "Es war aber auch schön", sagte die Vorsitzende hinterher. Die Besucher, die teilweise aus Regensburg und sogar aus dem Rheinland gekommen waren, genossen zunächst den Kaffee und oberschlesische Kuchenspezialitäten. Auch etliche Mitglieder der sudetendeutschen Landsmannschaft waren mit ihrem Vorsitzenden Friedrich Nitschmann an der Spitze der Einladung gefolgt. Zusätzlich waren laut Sattler-Graf 20 neue Gäste anwesend, die sich bei der Vertreibung aus dem oberschlesischen Leisnitz nach dem Krieg auf einen 750 Kilometer langen Marsch gemacht hatten. In Kümmersbruck gründeten sie die Leisnitzer Gruppe.

Kulturelles Erbe

Die Treue zur oberschlesischen Heimat und die Solidarität mit den Landsleuten sowie der Landsmannschaft werde durch den zahlreichen Besuch wieder einmal deutlich: "Das demonstriert ein lebhaftes Interesse daran, dass das kulturelle Erbe Oberschlesiens weiterhin in den Köpfen aller Anwesenden erhalten bleibt." Den Prolog der Barbarafeier trug Isabella Graf vor. Danach gab Maria Paris in Kurzform ihre Erinnerungen an die eigene Fluchtgeschichte wieder, was laut Sattler-Graf "besonders für die jüngeren Gäste hinsichtlich der aktuellen Flüchtlingsproblematik interessant war, die sich vieles davon gar nicht vorstellen konnten".

Nach einem Totengedenken für alle während und nach der Vertreibung verstorbenen Landsleute erzählte Josef Adamiok in dem Beitrag "Dreimal Oberschlesien" von seinen Erlebnissen während eines oberschlesischen Treffens in Nürnberg mit der dortigen Kreisgruppe, außerdem von den Geschehnissen in Hamm bei einer weiteren Zusammenkunft. Es folgte eine humoristische Einlage von Sattler-Graf und Andreas Weszka mit dem Beitrag "Stoßgebet einer Bergmannsfrau". Inhalt: Der Gatte kommt nach einer feuchtfröhlichen Barbarafeier spätnachts nach Hause.

Wappennadel verliehen

Danach trug Waltraud Ameringer eine Geschichte über das in der damaligen Zeit mühselige Entstehen der traditionellen Mohnkließla zu Weihnachten vor. Anschließend wurden die Gäste, die sich für den Erhalt des kulturellen oberschlesischen Erbes immer noch besonders verdient machen, mit einer oberschlesischen Wappennadel geehrt. Das Singen landestypischer Lieder wurde von der Kapelle Rzepka begleitet. Zusätzlich erfreute Erwin Hiltel mit seinen musikalischen Einlagen die Gäste.

Nach dem Singen von Bayernhymne und Deutschlandlied gab es das traditionelle Eisbeinessen. Bei der anschließenden Tombola waren Preise zu gewinnen. Zum Schluss beteiligten sich alle Gäste am Steigerreigen mit dem Steigerlied. Die Feier endete mit einem geselligen Beisammensein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.