24.01.2018 - 14:50 Uhr
Oberpfalz

Am Max-Reger-Gymnasium beginnt dritter Bauabschnitt samt Mauerdurchbruch Laster rumpelt durch Konzertsaal

Wo Klavier, Klarinette und Kontrabass klingende Konzerte gaben, knattern bald die Bauarbeiter mit einem anderen Klassiker: dem Presslufthammer. Und ein Baustellenlaster rauscht voraussichtlich mitten durch den dann doch recht ramponierten Festsaal des Max-Reger-Gymnasiums.

Schulleiter Wolfgang Wolters zeigt den dreiseitigen Trakt, der im dritten Bauabschnitt saniert wird. Der erdgeschossige langgestreckte Anbau zum Festsaal wird abgerissen, während diese gute Stube selbst beidseitig durchbrochen wird, um den Baustellenverkehr in den sonst geschlossenen Innenhof zu lassen.
von Thomas Amann Kontakt Profil

Nein, das ist nicht der Schlussakkord in Dur für den wohl bekanntesten Raum des musischen Gymnasiums, den Tausende Eltern und andere Gäste bei unzähligen Konzerten und Auftritten der Schule in der Vergangenheit schon besucht haben. Es ist eher die Symphonie des Aufbruchs - buchstäblich - und der Erneuerung. Nach insgesamt über 140 Jahren hat der Festsaal eine grundlegende Renovierung und Modernisierung nötig. Die geschieht im Zuge der weiteren Generalsanierung des Max-Reger-Gymnasiums, die schon zwei Bauabschnitte erfolgreich hinter sich gebracht hat.

Jetzt steht Nummer drei vor der Tür mit weiteren Teilen des Westflügels. Dazu gehört neben dem Festsaal auch der Neubau eines etwas schnöde Mehrzweckraum genannten, weiträumig verglasten Trakts im Innenhof. Er soll zwar tatsächlich für verschiedene Anlässe nutzbar sein, sieht aber eher wie ein Atrium aus, das zwei gegenüberliegende Gebäudeseiten verbindet. Das Karree des Innenhofs schmilzt dadurch fast um die Hälfte, weshalb der dem Saal vorgelagerte erdgeschossige, einst angefügte Zugangsbau verschwinden soll.

Um ihn abreißen und das Abbruchmaterial abtransportieren zu können und ebenso eine Zufahrtsmöglichkeit für das Neubaufeld zu schaffen, muss der alte Festsaal voraussichtlich zu beiden Seiten aufgerissen werden. Damit ein Lastwagen hindurchfahren kann. Weil dieser Gebäudeteil aber denkmalgeschützt ist, muss das "Loch" später wieder der Historie entsprechend und nach den Bestimmungen der Fachbehörde geschlossen werden, wie Schulleiter Wolfgang Wolters informierte, bei dem angesichts dieser Veränderungen schon etwas "Herzblut" fließt.

Aber er betont gleichzeitig, dass mit dem dritten Bauabschnitt ja auch viel Neues und Gutes entsteht. Und der bisherige Festsaal bleibe nach seiner Sanierung ebenso erhalten - samt Bühne und Orgel. Künftig soll er vor allem als Musik- und Probenraum fürs Schulorchester dienen.

Die Mitteilung, dass der Baustellenverkehr mittels Mauerdurchbruch durch den alten Saal rollen soll, haben Wolters und sein fürs Projekt zuständiger Direktoratskollege Christoph Matz erst diese Woche erhalten. Das Staatliche Bauamt als Bauherr geht demnach davon aus, dass diese Variante günstiger und praktikabler ist, als die innenliegende Baustelle mit einem Kran zu bedienen, der auf eher engem Raum über die Höhe von zwei Stockwerken greifen müsste.

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