21.09.2017 - 17:04 Uhr
Oberpfalz

Amberger Standesamt bietet Sprechstunden für werdende Eltern in St.-Marien an Amt am Klinikbett

Um Eltern bei der Anmeldung ihres neugeborenen Kindes den Weg ins Rathaus zu ersparen, hält das Amberger Standesamt ab sofort im Klinikum St. Marien Sprechstunden ab. Grund für die Überlegungen ist der deutliche Anstieg an Geburten.

Sprechstunde in der Klinik: Das Amberger Standesamt ist mehrmals in der Woche am Klinikum St. Marien, damit sich werdende Eltern einen Amtsgang sparen können. Oberbürgermeister Michael Cerny (links) informierte sich über den Service. Bild: exb
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Die Sprechstunden finden montags und freitags jeweils von 8.30 bis 11.30 Uhr sowie mittwochs von 11.30 bis 14.30 Uhr statt. Standesamtsmitarbeiterin Monika Kulzer, die diese Aufgabe schwerpunktmäßig übernimmt, kann die Eltern beispielsweise auch über die Wahlmöglichkeiten bei Vor- und Familiennamen sowie gegebenenfalls über Namensrechte anderer Länder informieren. Ebenso teilt sie ihnen beim Erstkontakt mit, welche Dokumente für die Anmeldung erforderlich sind, und nimmt bereits vorhandene Unterlagen entgegen.

Wie Oberbürgermeister Michael Cerny, Harald Knerer-Brütting, der Leiter des städtischen Referats für Jugend, Senioren und Soziales, und Standesamtsleiter Wolfgang Lebe sowie Klinikumsvorstand Manfred Wendl und der Leiter der Patientenverwaltung Norbert Wiesneth bei der Vorstellung der neuen Serviceleistung informierten, wird die Beurkundung selbst aus rechtlichen Gründen in der Regel nach wie vor im Standesamt stattfinden müssen.

Vorreiterrolle in der Region

"Wenn jedoch bereits alle Unterlagen im Klinikum vorgelegt werden, ist eine Vorsprache der Eltern im Standesamt nicht mehr erforderlich. Die Urkunden können ihnen zugeschickt werden", erklärte Lebe das Prozedere. OB Cerny freut sich über das Angebot, denn seiner Ansicht nach, verbessert es deutlich den Service für die frischgebackene Eltern. Zudem übernehme die Stadt eine Vorreiterrolle: "In der Region bietet das ansonsten keiner an." Grund und Auslöser für diese Neuerung ist ebenfalls eine für das Klinikum sehr positive Entwicklung: Das Haus hat sich zu einer klassischen Geburtsklinik mit Patienten aus der gesamten nördlichen Oberpfalz entwickelt. In den vergangenen Jahren sind daher die Geburten deutlich angestiegen. 2016 kamen insgesamt 1405 Kinder in St.-Marien zur Welt, 2017 ist mit einem weiteren deutlichen Plus zu rechnen. "Schon jetzt liegen wir mit 1080 geborenen Kindern über der Tausendergrenze. In diesem Jahr sollten wir die 1500er Marke klar überschreiten", sagte Wendl.

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