27.03.2018 - 16:22 Uhr

Amberger Tierschutzverein appelliert an Vernunft Kaninchen gehören nicht ins Osternest

Große Augen, zwei lange Ohren und ein Stummelschwänzchen: Das Tierheim Amberg hat zurzeit davon genügend. Die Kaninchengruppe wächst und wächst, die Tierheimleiterin Carmen Gurdan ist am Verzweifeln: "Wir platzen bald aus allen Nähten."

von Redaktion OnetzProfil

Gurdan weiß, warum so viele Tiere abgegeben werden: "Krallen schneiden, Käfig ausmisten, füttern. Viele unterschätzen die Arbeit." Zusätzlich hätten einige Züchter ihr Hobby aufgegeben. Die Tiere brachten sie im Heim unter. Bei einigen Exemplaren handelt es sich auch um Fundtiere. "Eines habe ich am Amselweg aufgegabelt. Wenn es Richtung Kreisverkehr gehoppelt wäre, hätte es nicht mehr lange gelebt", erzählt Sabine Falk, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Sie startete zwar eine Suche nach dem Besitzer im Internet, doch wie so oft hat sich niemand gemeldet. "Leider kommt es häufig vor, dass Kaninchen als Ostergeschenke herhalten müssen", sagt Gurdan. Dabei enden viele Tiere nach einigen Wochen wieder in der Obhut von Gurdan und ihren Helfern, weil die Besitzer den Arbeitsaufwand unterschätzen. Carmen Gurdan und Sabine Falk raten: Am besten auf ein lebendiges Häschen im Osternest verzichten - ein Schokohase tut´s auch. Bild: Hartl

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