07.03.2018 - 16:20 Uhr

Anonymer Spender hinterlegt drei Kuverts mit Geld 20.000 Euro liegen auf dem Altar

Als Pfarrer Joachim von Kölichen am 22. August 2017 die Paulanerkirche zusperren wollte, leuchteten ihm schon von weitem die drei weißen Kuverts entgegen, die auf dem Altar lagen. "Ich habe das erste aufgemacht und da lachten mich eine Menge grüner Scheine an, also Hunderter", so erzählt Kölichen. "Im zweiten waren dann gelbe und lila Scheine drin - 200er und 500er."

Pfarrer Joachim von Kölichen fand an dieser Stelle in der Paulanerkirche drei Kuverts mit über 20 000 Euro. Bild: Wolfgang Steinbacher
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Insgesamt zählte die Polizei später 21 600 Euro. Denn die alarmierte der Pfarrer natürlich umgehend, da kein Begleitschreiben bei dem Geld war, er also nicht wusste, ob es sich dabei um eine Spende für die evangelische Paulanergemeinde handelte. Von der Polizei wanderten die 21 600 Euro dann ins städtische Fundamt - und dort blieb es bis zum Ablauf der halbjährigen Meldefrist für den möglichen Eigentümer auch liegen.

Am Montag nun ist diese Frist abgelaufen. Joachim von Kölichen erhielt ein Schreiben vom Fundamt mit der Bitte, eine Kontonummer anzugeben, auf die das Geld überwiesen werden sollte. Und natürlich freut er sich über diese unerwartete Spende für die Gemeinde. "Aber wir werden auch niemals wissen, wie es nun wirklich gemeint war mit dem Geld."

Daraus ergebe sich indes die Frage, ob man mit der Summe das Richtige finanziere, also die Absicht des unbekannten Spenders umsetze. Projekte jedenfalls hat die Paulanergemeinde jede Menge. Dafür kann man 20 000 Euro ganz gut brauchen.

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