27.10.2017 - 16:14 Uhr
Oberpfalz

Apothekerin klärt über Droge auf: Folgen von Cannabis

Apothekerin Barbara Maisch hat im Zuge der Reihe "Vorträge im Gerhardinger-Saal" die umstrittene Cannabis-Pflanze und ihre Wirkungen beleuchtet. Dabei erklärte sie, dass vor allem für junge Menschen erheblich Gefahren bestehen.

"Cannabis beeinflusst nicht nur die Hirnfunktion, sondern verlangsamt auch die Hirn-Entwicklung." Zitat: Apothekerin Barbara Maisch
von Autor RPEProfil

Zunächst ging es um die Definition der Pflanze als Droge - wobei die Expertin gleich vorausschickte, dass Alkohol und Nikotin gesellschaftlich akzeptierte Drogen seien, die sich gefährlicher als Cannabis auf den Körper auswirkten.

"Doch auch Cannabis ist zweifelsfrei eine Droge, denn es bewirkt psychotrope Effekte, beeinflusst also psychische Prozesse." Außerdem entwickle der Cannabis-Konsument mit der Zeit eine Toleranz für die Pflanze. Das heißt, nach einer Weile der Gewöhnung sind erhöhte Mengen nötig, um denselben Effekt zu erzielen. "Und schließlich hat Cannabis ein gewisses Abhängigkeitspotenzial." Wenn auch die gelegentliche Anwendung für Menschen über 21 Jahre wohl unschädlich sei, so bestünden für Kinder und Jugendliche unter 21 erhebliche Gefahren, warnte die Apothekerin.

"Die Droge beeinflusst nicht nur die Hirnfunktion, sondern sie verlangsamt auch die Entwicklung des Hirns und verändert seine Struktur, so dass ein erhöhtes Risiko bleibender Hirnschäden besteht." Nachdem Maisch die Geschichte zur Verbreitung von Cannabis in Europa erklärte, ging sie auf die geänderte Rechtslage ein, was die Verordnung von Cannabis als Medizin betrifft: "Eine Reihe von Kunden bekommen Cannabis vom Arzt verschrieben. Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen funktioniert in den meisten Fällen problemlos." Dann stellte sie jedoch auch klar: "Bei den Verschreibungen geht es um die Linderung von Symptomen bei schweren Erkrankungen, wenn andere Medikamente keine Hilfe mehr bringen."

Cannabis beeinflusst nicht nur die Hirnfunktion, sondern verlangsamt auch die Hirn-Entwicklung.Apothekerin Barbara Maisch
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