03.04.2018 - 15:42 Uhr
Oberpfalz

Arbeiten für das Parkhaus Marienstraße beginnen Die Ruhe vor dem Baggern

Der Gitterzaun ist aufgestellt, doch auf dem Baufeld für das neue Parkhaus an der Marienstraße rührt sich nichts. Der Bauorganisator und Projektleiter der Firma Goldbeck hat eine simple Erklärung für die Ruhe auf der Baustelle.

Das Baufeld für das neue Parkdeck aus der Vogelperspektive. Die Regensburger Straße verläuft unten quer durchs Bild. Oben rechts die Marienstraße mit dem Kreisverkehr beim Cafe Kult. Es wird fünf Etagen mit neun Split-Ebenen geben. Die Haupteinfahrt wird sich in der Regensburger Straße befinden, eine weitere in der Emailfabrikstraße. Bild: Bernd Georgi
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

"Das ist so gewollt", sagt Daniel Drmac. Er ist bei Goldbeck für das Projekt zuständig. "Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet, dass die Amberger den Parkplatz so schnell räumen, deswegen habe ich ein paar Tage Puffer in die Planung eingebaut." Gerade nach dem langen Osterwochenende hatte er noch mit dem einen oder anderen parkenden Auto auf der zukünftigen Baustelle gerechnet. "Aber das hat super geklappt", lobt Drmac. In den nächsten zwei Wochen beginnen dann die Vorbereitungen für die Bauarbeiten. Container werden angeliefert und Aufenthaltsräume sowie Sanitäranlagen für die Bauarbeiter eingerichtet.

80 Parkplätze bleiben

Desweiteren entfernt die Stadt die Beleuchtung auf dem Areal. Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, geht der eigentliche Bau los. "Gegen Ende April sehen die Leute mehr", versichert Drmac. Auch der Projektmanager Tim Schmidt sagt: "Dann wird von Woche zu Woche immer mehr erkennbar sein. Wir freuen uns schon richtig darauf, loszulegen." Während der gesamten Bauphase und darüber hinaus bleiben etwa 70 bis 80 der Parkplätze auf der Freifläche neben dem bestehenden Parkdeck erhalten. Die provisorische Einfahrt ist in der Marienstraße. Deshalb ist es wichtig, die Öffnung bei der Bushaltestelle frei zu lassen. Parken ist hier verboten. "Der Plan für einen zweiten Bauabschnitt steht bereits. Sollte in ein paar Jahren Bedarf für weitere Parkplätze da sein, wird das neue Parkhaus erweitert. Je nachdem wie sich die Situation entwickelt." Der Ausbau würde dann auf dem Grundstück der verbliebenen Freiflächen-Parkplätze erfolgen. Doch erst einmal bleibt es bei den Planungen mit fünf Etagen und insgesamt etwa 860 Parkmöglichkeiten.

Verstärkerbus erst im Mai

Bis das neue Parkhaus öffnet, bietet die Stadt Verstärkerbusse an, die Pendler von den Ausweichparkplätzen an der Kräuterwiese oder beim ehemaligen Hubschrauberlandeplatz abholen und in die Marienstraße bringen. Diese Linie fährt allerdings erst ab Dienstag, 1. Mai. Grund für den Zeitverzug ist laut Thomas Graml von der städtischen Pressestelle, dass jede neu eingeführte Linie zunächst von der Regierung Oberpfalz genehmigt werden muss. Aufgrund mehrerer Änderungen in den Vorgesprächen sei die Freigabe erst zum 1. Mai möglich.

"Reaktion phänomenal"

Insgesamt habe er viel positive Resonanz von Ambergern über das Parkhaus erhalten, erzählt Schmidt. "Das war phänomenal." Es seien schon jede Menge Anfragen zwecks Dauerparkplätzen im Parkhaus eingegangen. Deswegen hat sich Goldbeck überlegt, eine Online-Plattform einzurichten, auf der Interessierte unverbindlich ihre Kontaktdaten angeben können. "Dieser Service ist nur über das Internet verfügbar, allerdings sind wir auch offen für weitere Möglichkeiten, sollte vermehrter Bedarf da sein", erläutert Schmidt.

Vergangene Woche veröffentlichte die Stadt Amberg die Ergebnisse des Wettbewerbs zur Fassadengestaltung. Eine vom Büro Wilhelm zusammengestellte Collage von Grafiken des Künstlers Pablo de la Riestra mit Stadtansichten soll die Fassade zieren. "Von dem Ergebnis bin ich absolut begeistert", schwärmt Projektmanager Schmidt. "Das Fassadenteam freut sich schon auf die Ausführung. Vor allem finde ich aber toll, dass viele sich daran beteiligt haben." Im Frühjahr 2019 soll das Parkhaus fertig sein.

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Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/themen/parkhaus-marienstraße

Wir freuen uns schon richtig darauf, loszulegen.Tim Schmidt, Projektmanager Firma Goldbeck
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