23.11.2017 - 14:28 Uhr
Oberpfalz

Arbeitgeber und der Buß- und Bettag Weil die Eltern nicht freihaben

Als gesetzlicher Feiertag wurde er vor mehr als 20 Jahren abgeschafft. Trotzdem begehen heute immer noch viele Protestanten den Buß- und Bettag mit Gottesdiensten. Mit Rücksicht auf Berufstätige finden viele Gottesdienste erst am Abend statt. Tagsüber bleibt aber das Betreuungsproblem, wenn Kinder da sind.

Ein Kinderbibeltag mit Betreuung stand am Buß- und Bettag im Paulaner-Gemeindehaus auf dem Programm. Bild: Wolfgang Steinbacher
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Im Stadtgebiet gab es deswegen viele Angebote, die es Familien und Alleinerziehenden ermöglichte, den Tag zu organisieren. Die evangelische Paulanergemeinde hatte Grundschüler zum Kinderbibeltag in das Gemeindehaus eingeladen. Mehr als 30 Mädchen und Buben hatten sich dafür angemeldet. Ein fünfköpfiges Team unterstützte Pfarrerin Heidrun Bock, dazu kamen vier Frauen, die für die Brotzeit sorgen. Das Thema hieß: "Guck mal - Barti gehen die Augen auf!" Im Fokus stand die Bibelgeschichte von der Heilung des blinden Bartimäus.

Auch die Sparkasse hatte sich für den Buß- und Bettag etwas einfallen lassen: " Auch Kinder dürfen an einem Tag in die Arbeit", sagt Personalleiterin Edith Achatzi, die ein ganztägiges Rahmenprogramm für den Nachwuchs von Mitarbeitern organisiert hatte. Nach einem gesunden Frühstück begab sich Naturführerin Daniela Reisch mit den Mädchen und Buben in der Stadt auf Schatzsuche. Nachdem das knifflige Rätsel gelöst war, ging es zurück zur Sparkasse, wo es in der Kantine Pizza und Schokopudding gab. Am Nachmittag bastelten die Kinder Traumfänger und durften sich im Innenhof austoben.

Viel geboten war auch bei den Stadtwerken: Von 8 bis 16.30 Uhr beschäftigten sich die angemeldeten Schüler im Alter von 6 bis 13 Jahren mit dem Thema "Der Wind, der Wind das himmlische Kind". Experten des Energieversorgers und Professoren der Hochschule erhielten dafür Unterstützung aus dem Jugendzentrum. Zunächst ging es zum Spielen, Malen und Basteln in den Hörsaal, bevor sich Professor Andreas Weiß dem Wind-Thema widmete. Nach dem Mittagessen in der OTH-Mensa ging es ins Jugendzentrum, wo die Kinder unter Anleitung einen Solar-Hubschrauber bastelten. Auch Drachensteigen und Spiele standen auf dem Programm, das um 16.30 Uhr endete.

Pünktlich zum Dienstbeginn durften am schulfreien Buß- und Bettag Mitarbeiter der Stadt ihre Kinder mit ins Rathaus mitbringen. Oberbürgermeister Michael Cerny begrüßte die neun Mädchen und Jungen im Großen Rathaussaal, bevor sie mit ihren Begleitern Nicole Hauer und Eveline Süß zum Klinikum St. Marien aufbrachen. Dort durfte sich die Gruppe in der Kinderklinik umsehen und unter der Anleitung von Kinderärztin Dr. Birgit Prey auch Blutdruck und Lungenfunktion messen, Reflexe testen oder die Sauerstoffsättigung im Blut überprüfen. Bevor es ins Rathaus zurückging, schauten die Kinder auch noch im Spielzimmer von Flika, dem Förderverein Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum, vorbei.

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