Auf dem Rad durch die Stadt
Junge Flüchtlinge erfahren Integration

"Da geht's lang" - die Oberkommissare Harald Heselmann und Horst Strehl zeigten den Flüchtlingen nicht nur den Weg, sondern erklärten ihnen auch die Regeln, die es als Radfahrer zu nachten gilt. Bild: Alexandra Bauer

Jacke zu, Helm auf, rauf auf den Sattel und schon konnte es losgehen - mit dem Fahrradtraining der besonderen Art und damit auch mit der Integration. Neben der Vermittlung von theoretischem Wissen sollte vor allem die Praxis im Vordergrund stehen, heißt es in einer Pressemitteilung über die Aktion, die sich das Berufliche Schulzentrum und die Polizei für Flüchtlinge einfallen ließen.

Der neue Wortschatz zum verkehrssicheren Fahrrad, zur Beschilderung und den Besonderheiten beim Fahrradfahren, aber auch die sichere Benutzung des Fahrradhelms spielten dabei zunächst die wichtigste Rolle, heißt es in dem Schreiben.

Aufbauend auf diese neu erlernten Deutschkenntnisse, unterrichteten anschließend die Oberkommissare Horst Strehl und Harald Heselmann die jungen Flüchtlinge in einer weiteren theoretischen Einheit. Sie gingen dabei konkret auf die Bedürfnisse und die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen ein, die in ihrem Alltag vor allem zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sind. Neben den allgemeinen Verkehrsregeln und -zeichen wurden die wichtigsten Verhaltensweisen besprochen. Nach einem Tag Pause sollten die Schüler das Gelernte in einer praktischen Fahr-Einheit von 25 Minuten umsetzen. Die von den erfahrenen Polizisten ausgearbeitete Strecke sollte besonders für Radler markante und gefährliche Stellen in Amberg beinhalten.

Ausgestattet mit verkehrssicheren Rädern aus einem ehemaligen Kolping-Projekt wurden der Kreisverkehr an der Hockermühlstraße, die Sebastian-, Köferinger- und Werner-von-Siemens-Straße ebenso erkundet wie das Freischützgäßchen. Start und Ziel war jeweils das Kolping-Bildungswerk in der Kochkellerstraße.

Unter Anleitung je eines Polizeibeamten und der Schlussbegleitung der Lehrer Alexandra Bauer und Martin Grill waren mehrere Kleingruppen unterwegs. "Diese Konstellation ergab genügend Zeit für Erklärungs- und Fragepausen während des Trainings", heißt es abschließend.
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