05.05.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Ausstellung im Klinikum hilft alten und dementen Patienten Bilder gegen das Vergessen

Wie haben sich Stadt und Land in den vergangenen Jahrzehnten verändert? Wer weiß noch, welche Kleidung die Krankenschwestern in den 60er-Jahren getragen haben? Und wie lief eine Röntgenuntersuchung früher ab? Demenzkoordinatorin Doris Matyeka zeigt all das in Bildern: Die Fotos sind laut einer Pressemitteilung auf der Funktionsdiagnostik-Abteilung des Klinikums zu sehen und sollen auf das Thema Demenz aufmerksam machen.

Stellvertretende Pflegedirektorin Katja Rösner, Professor Dr. Andreas Luchner (Chefarzt Medizinische Klinik I) und Demenzkoordinatorin Doris Matyeka (von links) eröffneten die Ausstellung. Die Exponate sollen dabei helfen, demente Patienten zu stärken. Bild: Mariella Kramer
von Externer BeitragProfil

Die Werke dienen der Erinnerungspflege und werden gezielt eingesetzt, um ältere und demente Patienten dabei zu unterstützen, gegen das Vergessen anzukämpfen und so die eigene Identität zu stärken.

"Unsere Patienten werden immer älter und leiden häufig auch unter Demenz, was für uns in der Pflege eine besondere Herausforderung mit sich bringt. Denn die ungewohnte Umgebung verunsichert betagte Menschen oftmals", wird Doris Matyeka zitiert. "Damit diese Unsicherheit nicht in Aggression und Wut umschlägt, gibt es im Klinikum auf jeder Station speziell ausgebildete Demenzbeauftragte, die das Pflegeteam schulen und sich einfühlsam um die besonderen Belange dementer Patienten kümmern", ergänzt Pflegedirektorin Kerstin Wittmann. Die Erinnerungspflege sei Teil des Pflegekonzeptes für demente Patienten. Matyeka: "Mithilfe von alten Fotografien wollen wir positive Erinnerungen wecken." Viele Betroffene hätten Probleme damit, sich im Hier und Jetzt zurechtzufinden, könnten sich aber meist sehr lange an Erlebnisse aus ihrer Kindheit erinnern.

Die alten Fotografien, die noch bis Ende Mai zu sehen sind, werden später Teil der Erinnerungs-Bibliothek, die auf Station A2 aufgebaut wird.

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