Ausstellung "Zum Schutz der Natur" im ACC
US-Armee als Umweltmanager

Oberbürgermeister Michael Cerny eröffnet mit (von links) Aaron Eckert (US-Armee), Forstoberrat Hubert Anton (Bundesforst), Cäcilia Kastl-Meier (US-Armee) und Florian Haas vom städtischen Umweltamt die Ausstellung im Kongresszentrum. Bild: Wolfgang Steinbacher

Zwei Wochen lang ist im Foyer des ACC die neu konzipierte Wanderausstellung der US-Armee "Zum Schutz der Natur" über die Artenvielfalt im Truppenübungsplatz Grafenwöhr zu sehen.

Panzer, Soldaten und eine Menge Gefechtslärm - wer an Grafenwöhr denkt, assoziiert den Übungsplatz zunächst mit großen Militärmanövern und den dazugehörigen Auswirkungen auf die Umwelt. Sprich auf die Natur und die Anwohner in den umliegenden Gemeinden. Doch es gibt noch eine andere Seite, auf die OB Michael Cerny bei seiner Begrüßungsansprache zur Eröffnung der Ausstellung hinwies.

Wichtig für Tiere

Der Rathauschef dankte dem Umweltamt der Stadt mit Amtsleiterin Elisabeth Keck und Florian Haas dafür, die Ausstellung nach Amberg geholt zu haben. Im Beisein von Forstoberrat Hubert Anton vom Bundesforst erläuterte Cerny, dass das Trainings-Areal eine enorme Anzahl natürlicher Lebensräume biete und damit ein wichtiges Refugium für Tiere und Natur sei. In vorbildlicher Weise arbeiten dort Environmental Division (Umweltabteilung) und Integrated Training Area Management (ITAM) der US-Armee mit dem Bundesforst zusammen, um die militärischen Bedürfnisse der Streitkräfte mit dem Naturschutz zu vereinen, erklärte Aaron Eckert von der US-Armee. Denn obwohl die militärische Nutzung des Areals im Vordergrund steht, ist laut Eckert der Umweltschutz auch im Interesse der Soldaten, da nur in einem intakten Gelände effektiv geübt werden könne.

Die von ITAM und Bundesforst initiierte Ausstellung informiert deshalb über die Entwicklung des Truppenübungsplatzes seit seiner Einrichtung im Jahr 1910 und dem sukzessiven Ausbau des Naturschutzes im Laufe der Jahre. Die strenge Einhaltung deutscher sowie amerikanischer Umweltgesetze und das Ausweisen von Schutzgebieten innerhalb des Übungsplatzes zeigen spürbar Wirkung.

Wölfe und Fische

Viele vertriebene oder vom Aussterben bedrohte Tierarten nutzen das Gebiet, um in ehemalige Lebensräume zurückzukehren, darunter Schwarzstorch, Fisch- und Seeadler, Kranich, Wildkatze oder Wolf. Grafenwöhr besitzt damit einen hohen ökologischen Wert und zählt zu den wichtigsten Standorten zur Erhaltung der Artenvielfalt.

Laut Cäcilia Kastl-Meier von der Umweltabteilung der US-Armee werden auch regelmäßig Führungen für Schulklassen und Interessierte angeboten, bei denen nachhaltige Bewirtschaftung und artenreiche Ökosysteme vor Ort erlebt werden können.
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