08.03.2018 - 14:54 Uhr

Baustellen-Ärger in der Oberen Nabburger Straße Manager soll es richten

Der Ärger wegen der Baustelle in der Oberen Nabburger Straße ist immer noch gewaltig. Auf der anderen Seite bemühen sich Stadt und Stadtmarketingverein um die Geschäftsleute dort. So soll es künftig beispielsweise einen professionellen Baustellenmanager geben.

Die Baustelle in der Oberen Nabburger Straße hat sich längst zum Ärgernis und zum Politikum entwickelt. Jetzt will die Stadt für künftige Maßnahmen sogar einen Baustellenmanager installieren. Bilder: Wolfgang Steinbacher (2)
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Überraschung am Mittwochabend: Eigentlich hatte der Stadtmarketingverein die Geschäftsleute in der Oberen Nabburger Straße zum Gespräch gebeten, doch Susanne Schwab, die städtische Pressesprecherin nutzte die Gelegenheit. Sie gab bekannt, dass die Stadtspitze jetzt ernsthaft daran geht, den Posten eines Baustellenmanagers zu schaffen. Der wird bei zukünftigen Maßnahmen das Bindeglied zwischen den Bauleuten auf der einen und Anwohnern wie Geschäftsleuten auf der anderen Seite sein.

Das bringe zwar in der jetzigen Situation in der Oberen Nabburger Straße nichts mehr, doch helfe es in Zukunft den dort aufgelaufenen Ärger zu vermeiden. Apropos Ärger: Der schwappte in großen Mengen in Richtung Thomas Eichenseher und Simone Schlage vom Verein Stadtmarketing. Die Anwesenden wollten ihren Unmut loswerden - und so mussten sich die beiden anhören, was auf der Kanalbaustelle in den vergangenen Monaten so schief gelaufen ist.

Schlimmer geht's nimmer

"Schlimmer geht's nimmer", brachte es Helmut Schwager von der Vinothek kurz und knapp auf den Punkt. Und das obwohl die Offiziellen der Stadt in Sachen Kommunikation mit den Anwohnern mehrfach Besserung gelobt hätten. Da sei zum Beispiel bei der Wiederaufnahme der Baustelle im neuen Jahr am Donnerstag ein Bagger vor sein Geschäft gestellt worden - und dann Freitag und Samstag, an seinen Hauptverkaufstagen - überhaupt nichts mehr passiert draußen. "Und wir konnten zwei Tage den Bagger anschauen."

Auch Sabine Wilms von der Hairothek konnte "Erfahrungen" beisteuern. Abgesehen von acht Mal Wassersperre in den vergangenen Monaten - davon fünf Wasserrohrbrüche - sei kurz vor Weihnachten eine ihrer Angestellten in die ungesicherte Baugrube gefallen und habe sich einen doppelten Bänderriss zugezogen. "Wir sind froh, dass unsere Kunden meist einen Termin haben und das mitmachen", so sagte sie.

Kunden sind weg

Für Vincenco Curcio, den Betreiber der Pizzeria Piccolo Mondo, stellt sich das ganz anders dar. "Die Kundschaft ist weg. Und was weg ist, bleibt weg", so seine Befürchtung. Doch gerade dem will der Stadtmarketingverein jetzt entgegen wirken. "Das Kind ist in den Brunnen gefallen", machte Vorsitzender Thomas Eichenseher deutlich. "Aber wir können es darin ersaufen lassen oder irgendwie wieder rausholen." Eichenseher plädiert natürlich strikt für das Herausholen und bot den Anwesenden gleich eine ganze Reihe von Aktionen an.

Eine Werbekampagne in der Amberger Zeitung zum Beispiel. Oder das Anbringen von Werbetafeln am Anfang der Oberen Nabburger Straße, um auf die Geschäfte hinzuweisen. Und ein großes Fest, wenn nach dem Ende der Arbeiten die Straße wieder frei zugänglich sein wird. "Nennen Sie uns einfach Besonderheiten, die Sie haben und wir übernehmen die Werbung", so warb Eichenseher für seine Ideen. Inklusive eines festen Jour Fix samt Anwohnern auf der Baustelle. Hintergrund

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