09.02.2018 - 11:38 Uhr

Bayrerisches Rotes Kreuz zieht Bilanz nach Hexennacht "Wir hatten gut zu tun"

Den ersten Großeinsatz des Jahres verzeichnete die Bereitschaft 1 des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Amberg. "Wir waren entsprechend vorbereitet", erklärte Bereitschaftsleiter Wolfgang Potsch am Freitag. Mit 14 Einsatzkräften, zwei Rettungswagen und der Mobilen Wache hatten sich die Aktiven des BRK rund um den Marktplatz postiert. Zum vierten Mal sorgte die Bereitschaft in dieser Form für die medizinische Sicherheit der Feiernden.

Frost und Schnapsleichen konnten sie nicht schrecken: Die Ehrenamtlichen des BRK kümmerten sich um die medizinische Versorgung der Hexennacht-Besucher. Bild: BRK Amberg
von Uli Piehler Kontakt Profil

"Und wir hatten gut zu tun. Insgesamt wurden zwölf Besucher bei uns medizinisch versorgt. Bei acht Patienten war ein Transport ins Klinikum zur weiteren Behandlung erforderlich", berichtete Potsch. Sieben der acht Transporte waren dem übermäßigen Alkoholkonsum geschuldet. "Erfreulicherweise waren in diesem Jahr aber die Schnittverletzungen aufgrund der vielen Glasscherben stark rückläufig." Hier verzeichneten die Helfer nur einen einzigen Fall. Potsch versäumt nicht, den Beteiligten zu danken. Sie hätten sich trotz der winterlichen Temperaturen nicht abhalten lassen, diesen Dienst zu übernehmen.

Kleiner Wehrmutstropfen: Das war der letzte Einsatz für die Mobile Wache des Amberger Roten Kreuzes. Die Einrichtung hat nach fast 20 Jahren zuverlässiger Dienstzeit das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Dafür gibt es allerdings einen modernen Nachfolger, der in den nächsten Monaten präsentiert werden soll.

Polizei lobt die Maschkerer

Die Polizei, die mit einem Sondereinsatz die Hexennacht betreute, zieht eine Bilanz, „die besser kaum ausfallen hätte können“, wie Sprecher Achim Kuchenbecker betont. Die Ordnungshüter verzeichneten nur zwei Anzeigen wegen Diebstahls, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Hexennacht standen. Drei Autofahrer, die zu viel Alkohol getrunken hatten, mussten im Verlauf der Nacht beanstandet werden. Kuchenbecker: „Im Allgemeinen war die Stimmung sehr positiv, auch gegenüber allen Rettungs- und Einsatzkräften.“

Bislang seien keine Körperverletzungsdelikte angezeigt worden. „Dies ist bei einer solchen Menschenmenge und dem dazugehörigen Alkoholkonsum außergewöhnlich.“ Einzig und allein vereinzelte Ruhestörungen seien in der Einsatzzentrale aufgelaufen. Allerdings habe die Problematik mit zerbrochenen Flaschen und Glasscherben auf den Straßen und Gehwegen das bemerkenswerte  Resümee ein wenig getrübt.

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