07.07.2017 - 16:50 Uhr
Oberpfalz

Bei Teilgrundstück der Kindertagesstätte Christkönig einvernehmliche Lösung in Sicht Wird Kauf rückgängig gemacht?

Eine neue Entwicklung deutet sich bei der Auseinandersetzung um den Verkauf eines Teilgrundstücks der Kindertagesstätte Christkönig an: Die Käuferfamilie möchte aus dem Vertrag wieder rauskommen, und die Pfarrei St. Georg ist offensichtlich gewillt, ihr dabei keine Steine in den Weg zu legen.

Ein Teil der Rasenspielfläche auf dem Christkönig-Grundstück soll verkauft werden. Bild: wsb
von Markus Müller Kontakt Profil

"Meine Mandantenfamilie will sich auf jeden Fall davon lösen", erklärte Martin Asmus von der Kanzlei Donhauser und Asmus gegenüber der AZ. Der Rechtsanwalt vertritt die Familie, die mit der Pfarrei St. Georg einen Kaufvertrag über rund 650 Quadratmeter des Grundstücks der Kindertagesstätte abgeschlossen hat. Sie wollte dort ein Haus bauen.

Auf AZ-Nachfrage erläuterte Asmus, da dem Kaufvertrag noch die Genehmigung durch das Ordinariat fehle, um rechtswirksam zu werden, sehe er hier eine unkomplizierte Möglichkeit, die Abmachung gar nicht in Kraft treten zu lassen.

Sollte das nicht funktionieren, fasse er eine Anfechtung des Vertrages wegen Täuschung ins Auge. Denn die Verkäuferseite habe es unterlassen, qualifiziert auf die Auseinandersetzung um das Grundstück - der Elternbeirat hatte eine Unterschriftenaktion gegen den Verkauf organisiert - hinzuweisen. Asmus: "Meine Mandanten haben von dem ganzen Rummel keine Kenntnis erhalten. Sie fühlen sich jetzt getäuscht."

Auch Pfarrer Markus Brunner hat vom Vorwurf gehört, die Pfarrei habe Informationen gegenüber dem Käufer zurückgehalten. "Aber das ist nicht der Fall", erläuterte er am Freitagnachmittag gegenüber der AZ. Ebenso wenig habe man im Kaufvertrag stehen, dass die Familie ein ungenutztes Grundstück kaufe.

Nachdem die Familie ihren Wunsch artikuliert hat, vom Vertrag zurückzutreten, wollen die Verantwortlichen der Pfarrei laut Brunner zeitnah ein Gespräch mit ihr führen. Der Stadtpfarrer sagte, er wolle sich dort in Ruhe die Gründe für diesen Schritt anhören. "Und wenn sie tatsächlich raus wollen, dann soll es an uns nicht liegen."

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