10.07.2017 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Berufs- und Fachoberschule (BOS/FOS) Amberg verabschieden Absolventen Viele Einser und gar ein 0,9

Der Leiter des Beruflichen Schulzentrums, Martin Wurdack, hatte in der Trimax-Halle alle Hände voll zu tun. Insgesamt 299 Zeugnisse mit einer Hochschulberechtigung durfte er an Absolventen der Berufs- und der Fachoberschule (BOS/FOS) aushändigen. 35 von ihnen mit einer "1" vorm Komma.

von Autor USCProfil

Oberbürgermeister Michael Cerny und Landrat Richard Reisinger verbanden als Grußredner bei der Abschlussfeier den Wunsch und zugleich Appell an die Absolventen: Nach Abschluss von Ausbildung oder Studium mögen sie hier ihren Lebensmittelpunkt schaffen, der Region verbunden bleiben. Sinngemäß äußerte sich auch der Schulleiter.

"Seien Sie dankbar gegenüber Ihrer Heimat. Vieles nehmen wir im Alltag als gegeben hin. Wir haben hier im Amberg-Sulzbacher Land eine wunderbare Heimat, mit einer Infrastruktur, die keineswegs selbstverständlich ist", sagte Martin Wurdack. Alleine Bildungsmöglichkeiten, Freizeitwert und das Angebot an vorzüglichen Arbeitsplätzen seien neben der schönen Landschaft Grund genug, dankbar zu sein. Auch wenn wir landläufig gerne über "die Politiker" schimpften. "Die Politiker, die das alles hier bei uns geschaffen haben und weiterentwickeln, haben sicher ein Dankeschön verdient. Sie können sich sicher sein, dass eine Region mit einem solchen blühenden kulturellen und wirtschaftlichen Leben nicht von selbst entsteht. Dahinter steht viel Sachverstand, viel Initiative und vor allem Planung und Kreativität."

Vor allem Herzblut

Die Absolventen, so Wurdacks Rat, sollten ihre Zukunft mit Verstand, Wissen und vor allem Herzblut planen. Und: "Entdecken Sie in sich Ihre Neigungen, Ihre Vorlieben, Ihre versteckten Interessen. Seien Sie kreativ bei dem was Sie sich vornehmen, verlassen Sie ausgetretene Pfade".

In seiner Rede unterstrich Wurdack die Zukunftsperspektiven, die das Zeugnis eröffnet: Damit könne man an die Universität oder Hochschule, aber auch zum Staat gehen und in den Höheren oder den Gehobenen Dienst eintreten: "Vom Anlagenmechaniker bis zum Zahnarzt, stehen alle Wege offen" zeigte Wurdack die vielfältigen Chancen auf.

Insgesamt bestanden laut Wurdack 299 von angetretenen 321 Schülern die Abschlussprüfung. Davon bekamen 292 Zwölftklässler der FOS/BOS das Zeugnis der allgemeinen Fachhochschulreife (Berechtigung zum Studium an einer FH). 61 Schüler erhielten nach dem Besuch der 13. Klasse das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife. Neun Schülern händigte Wurdack nach der 13. Klasse das Zeugnis der fachgebundenen Hochschulreife aus.

Laut Schulleitung schafften 35 Absolventen eine "1" vorm Komma. Zehn erzielten die Gesamtnote 1 (Notenschnitt bis 1,5). Es sind dies Simon Wiesner (0,9), Christian Hausmann (1,0), Anna-Lena Streckenbach (1,2), Julia Münster, Fabian Göbl, David Kaula (alle 1,4), Janna Pichl, Milena Graf, Kerstin Söldner und Anna Schreglmann (alle 1,5). Zusätzlich erreichten 25 ein Gesamtergebnis mit einer "1" vorm Komma (1,6 bis 1,9).

Einen Sonderpreis

Siegfried Loewke, Vorstandsmitglied der Landeselternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns (LEV FOS Bayern), überreichte Simon Wiesner (BT 12a) einen Sonderpreis für die beste Leistung in Bayern in der Ausbildungsrichtung Technik. Er erhielt eine Urkunde sowie einen Büchergutschein in Höhe von 100 Euro.

Der Vertreter der OTH Amberg-Weiden, Prof. Dr. Manfred Beham, zeichnete die beste Seminararbeit aus dem MINT-Bereich (Chemie, Physik und Mathematik) aus. Katrin Schüßlbauer (FW 13a) konnte wegen Erkrankung den Preis nicht persönlich entgegennehmen. David Kaula freute sich über eine Urkunde der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Mit dem Abiturientenpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet wurden Wolfgang Peter, André Kestler und Simon Wiesner. Letzterer erhielt außerdem den Abiturientenpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung.

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