Blaue Flüssigkeit hält Polizei und Feuerwehr in Regensburg auf Trab
Gefahrgut-Spezialisten im Einsatz

(Foto: dpa)

Eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg entdeckte am heutigen Sonntag kurz vor 11 Uhr ein dunkelblaue Flüssigkeit auf der Junkerstraße fest, die bereits auch in die Kanalisation floss. Die unbekannte Flüssigkeit lief offensichtlich aus einem Kühlanhänger eine Sattelzugs aus.

Nachdem die Beamten den schlafenden Fahrer geweckt hatten entdeckten sie zunächst nur Paletten mit Champignons in Eimern im Hänger. Dahinter befand sich noch weitere Ladung auf Paletten und in sogenannten IBC-Containern (quadratische 1000-Liter-Behälter). Die Berufsfeuerwehr der Stadt Regensburg wurde alarmiert, da unklar war, um welche Flüssigkeit es sich handelte. Bei der Überprüfung der Ladepapiere wurde festgestellt, dass sich bei der Ladung auch Gefahrgut befindet. Demzufolge war die Berufsfeuerwehr mit starken Kräften und entsprechender Schutzausrüstung vor Ort.

Vertreter des Umweltamtes der Stadt Regensburg sowie des Wasserwirtschaftsamtes wurden ebenfalls verständigt und begaben sich an die Einsatzstelle. Durch ein Bergeunternehmen wurde der Sattelanhänger vor Ort komplett entladen. Im vordersten Bereich des Anhängers konnte dann als Ursache für die auslaufende Flüssigkeit ein beschädigter 20-Liter-Eimer gefunden werden. Der Inhalt des Eimers: einfache königsblaue Tinte, bei der es sich nicht um Gefahrgut handelt.

An den geladenen Gefahrgutbehältern konnten keinerlei Beschädigungen festgestellt werden. Es bestand somit zu keiner Zeit eine Gefährdung für die Bevölkerung oder für die Umwelt. Der Fahrer des Sattelzuges wird wegen eines Verstoßes gegen das Gefahrgutrecht angezeigt, da er seinen Sattelzug nicht mit den vorgeschriebenen orangen Warntafeln gekennzeichnet hatte.

Die polizeilichen Ermittlungen wurden durch Spezialisten des Gefahrgutkontrolltrupps der Verkehrspolizeiinspektion Amberg unterstützt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. "Schaden ist lediglich an der Ladung entstanden, da die Champignons nun aufgrund der unterbrochenen Kühlkette nicht mehr zum Verzehr geeignet sein dürften", berichtet Polzeisprecher Christian Rödl abschließend.
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