16.01.2018 - 10:46 Uhr
Oberpfalz

Blick ins Fotoarchiv der Amberger Zeitung Vor 25 Jahren: Meterhohe Flammen im Malteseranwesen

Fast auf den Tag genau 25 Jahre ist es her, dass einer der schwersten Brände in der Nachkriegsgeschichte der Stadt Amberg gewütet hat: In der Nacht des Donnerstags, 28. Januar 1993, stand ein Teil des historischen Malteser-Gebäudes in Flammen. Die Polizei schätzte den Schaden damals auf bis zu neun Millionen Mark.

Meterhohe Flammen dringen im Januar 1993 aus dem Dach des Malteser-Gebäudes in Amberg. Es war der schwerste Brand in der Nachkriegsgeschichte. Die Polizei schätzte den Schaden damals auf bis zu neun Millionen Mark. Archivbild: Gerhard Franz
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Zufällig beobachtete damals ein Autofahrer das Feuer. 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr, so berichtete die Amberger Zeitung, kämpften gegen die Flammen, die sich durch den Dachstuhl des 1684 erbauten Nordflügels fraßen. Die Polizei ging davon aus, dass der Brand im zweiten Stock des gewaltigen Gebäudekomplexes ausgebrochen war. Es handelte sich um einen nicht mehr genutzten Aufenthaltsraum für Schüler. Der Nordtrakt wurde durch die Flammen stark beschädigt: Eine Kapelle und zwei weitere Aufenthaltsräume wurden komplett zerstört. Stellenweise fielen auch Tage nach dem Großfeuer noch Deckenteile herunter. Das Malteser-Gebäude war ein vielseitig genutztes Anwesen. Neben einem Internat, der Pfarrei St. Georg sowie einer Bibliothek umfasste es eine Brauerei und ein Wirtshaus.

Während des Feuers mussten die Einsatzkräfte die verängstigten Internatsschüler evakuieren. Teilweise waren die Kinder nur in Schlafanzüge gekleidet. Die Mädchen und Buben wurden im Wohnheim des Max-Reger-Gymnasiums untergebracht.

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