30.06.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Decker-Gymnasium gibt Abiturientinnen zum Abschied Kompass mit auf den Weg Warnung vor Erosion der Werte

Seine Glückwünsche zum bestandenen Abitur hat Oberstudiendirektor Günter Jehl am Freitag an 54 Absolventinnen des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums gerichtet. Dabei galt seine besondere Gratulation den vier jungen Frauen, die ein Zeugnis mit der Note "Sehr gut" erhielten: Julia Dagner, Emily Hoppe, Teresa Schwab und Franziska von Kempis erreichten 1,5 und besser.

Oberstufenkoordinator Dr. Bernhard Oswald (links) und Oberstudiendirektor Günter Jehl (rechts) gratulierten Teresa Schwab, Julia Dagner, Franziska von Kempis und Emily Hoppe (von links) zu den besten Noten. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

Ein besonderer Programmpunkt der Abiturfeier war die posthume Verleihung der Schulmedaille an den vergangenen August verstorbenen früheren Oberstufenkoordinator, Studiendirektor Wolfgang Lösch. In Anwesenheit der Geschwister des beliebten Lehrers rief Absolventin Sofie Gaudermann im Namen des Jahrgangs Löschs humorvolle Art und seine Verdienste in Erinnerung. In ihrer Abiturrede warfen Stefanie Badura und Selina Messer einen Blick zurück auf die Anfänge der gemeinsamen Schulzeit und bedankten sich schließlich bei allen, die ihnen den Weg zum Abi ermöglicht hatten: den Eltern, Geschwistern, Freunden, Lehrkräften und Mitschülerinnen.

Schulleiter Günter Jehl warnte davor, dass die gegenwärtigen Tendenzen zu einem "Wellness-Christentum" oder auch zum Atheismus zu einer Erosion der Werte führen könnten. Als Kompass oder Navigationshilfe legte er den Absolventinnen das Vorbild der Schulgründerin Maria Theresia von Jesu Gerhardinger ans Herz. Ihre Zielstrebigkeit und Tatkraft, ihre Bereitschaft, Gutes zu tun, seien bis heute nachahmenswert. Elternbeiratsvorsitzende Tanja Schleicher dankte der Schule und den Familien für ihr Engagement bei der Erziehung. Sie wies darauf hin, wie grundlegend sich die Bedingungen für die Bildung junger Frauen in den letzten 100 Jahren verbessert hätten.

Wo es damals noch eine Besonderheit war, dass Mädchen die Hochschulreife erwarben und dann auch tatsächlich studierten - als Erste in Bayern die fünf Absolventinnen der St.-Marien-Schulen in Regensburg -, sei das heute selbstverständlich. Für eine überlegte Wahl und ein erfolgreiches Beschreiten des Lebenswegs wünschte sie dem Decker-Abiturjahrgang 2017 alles Gute.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.