08.03.2018 - 20:00 Uhr

Der kleine Prinz beim Kindertheater-Festival Eine Reise durch die Sterne

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar." Wer kennt das Zitat aus "Der kleine Prinz" nicht? Am vierten Tag des Kindertheater-Festivals nimmt Manfred Künster die Schüler im Jugendzentrum mit auf eine Reise zu den Sternen.

"Man kennt nur die Dinge, die man zähmt", sagt der Fuchs zum kleinen Prinz. Manfred Künster vom Figurentheater in Mayen (Rheinland-Pfalz) lässt im Jugendzentrum die Puppen tanzen. Bild: Wolfgang Steinbacher
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(pvlz/pjeh) Seit 75 Jahren begeistert die Geschichte, geschrieben von Antoine Saint-Exupéry, Klein und Groß gleichermaßen. Manfred Künster, der oft vor jungem Publikum spielt, versteht es, das Stück mit seinem Figurentheater lebendig und kindgerecht zu gestalten. Aus Abenteuerlust verlässt der kleine Prinz seine Heimat und reist von Planet zu Planet Richtung Erde.

Geschichten aus dem All

Dabei trifft er allerlei seltsame Gestalten, zwischen denen der Bühnenkünstler fließend wechselt. Mit verschiedenen sprachlichen Akzenten und viel Liebe zum Detail verkörpert er die Bewohner der unterschiedlichen Sterne. Dabei schlüpft er in den Charakter des Piloten.

Auf der Erde angekommen, stößt der Reisende aus einer anderen Welt in einer Wüste auf ein abgestürztes Flugzeug und einen verzweifelten Bruchpiloten. Der kleine Prinz erzählt ihm Geschichten voller Abenteuer und von seinen Begegnungen mit den Bewohnern verschiedener Himmelskörper. Später lernt der kleine Prinz einen Fuchs kennen, der ihm den Wert von Freundschaft vermittelt. "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast", heißt es im Stück.

"Als ich jung war, mochte ich das Buch nicht", verrät Künster. "Erst 20 Jahre später hat es mich gepackt." Nun steht er schon seit drei Jahren mit der Inszenierung auf der Bühne. Abgesehen von den Puppen, hat der Darsteller das Bühnenbild selbst gebastelt. Die Planeten bestehen aus Luftballons, Kleister und viel Papier. Musik und Licht steuert der Künstler mittels Funk und einem Fußpedal.

Spaß am Spielen

"Je mehr Kraft und Liebe man in die Arbeit steckt, desto stärker fühlt man sich mit den Figuren verbunden." Egal, ob er hinter einer Puppe steht oder selbst spielt, er lege großen Wert darauf, sich völlig in die Figur hineinzuversetzen. "Ich springe direkt in die Rolle hinein. Es macht mir einfach Spaß, zu spielen", sagt Künster, dabei sei es egal, ob Erwachsene oder Kinder im Publikum sind.

Die Kernaussagen der Geschichte, über die Bedeutung von Freundschaft und das Übernehmen von Verantwortung, verstehen laut Manfred Künster, auch Kinder. Am Ende der Geschichte packt den kleinen Prinzen schließlich das Heimweh und er kehrt nach Hause zurück.

Kit für Kids

Das Kindertheater-Festival, kurz Kit, versammelt eine Woche lang die verschiedensten Schauspielkünstler aus ganz Deutschland in Amberg. Eine Jury aus zehn Kindern (Grundschule und Kindergarten) bewertet jeden Auftritt. Der Gewinner eröffnet das Festival im darauffolgenden Jahr. Täglich gibt es drei Vorstellungen - vormittags für Schulen und Kindergärten, am Nachmittag für die Öffentlichkeit.

Am Freitag im Programm: Finn, der Feuerwehrelch. Ein Stück ab drei Jahren des Wodo Puppentheaters mit Dorothee Wellfonder und Wolfgang Kaup (Mühlheim/Ruhr). Es eignet sich besonders für Kindergartenkinder. Die Vorstellung für die Öffentlichkeit ist bereits ausverkauft. Weitere Informationen und eine aktuelle Vorschau mit Kurzbeschreibung unter www.stadttheater.amberg.de. (anv)

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