Diamantene Hochzeit im Hause Specht
Völlig ungefährliche 60 Ehejahre

Über das Glückwunschschreiben des Bayerischen Ministerpräsidenten freuen sich die Eheleute Willi und Maria Specht. Aber auch über den Besuch von Bürgermeister Martin Preuß, der Wein aus Bad Bergzabern dabei hat. Bild: gf

Drei mehr oder minder lebensgefährliche Situationen hat Willi Specht in seinem Leben schon heil überstanden. Mit seiner Frau Maria feiert er nun diamantene Hochzeit. Und betont ausdrücklich, dass diese 60 Jahre alles andere als gefährlich waren.

Amberg. (gfr) Als gläubige Katholiken gingen die Modistin Maria und der Maurer Willi 1955 regelmäßig in die Maiandacht auf dem Mariahilfberg. Dort lernten sich die beiden auch kennen. Sie kamen sich näher und standen am 3. April 1958 im Rathaus vor dem Standesbeamten. Die kirchliche Trauung erfolgte gut zwei Monate später in der Schulkirche.

Die erste gemeinsame Wohnung bezogen die Frischvermählten in der Moritzstraße. Nach der Meisterprüfung bekam Willi Specht ein Angebot als Bauleiter im Hochbau, dafür mussten die Eheleute nach Bruchsal umziehen. Heimweh hatte Maria Specht nach Amberg, denn hier lebten ihre Eltern und die Geschwister. Erst 1995, als Willi Specht Rentner war, kehrte das Paar zurück. Es kaufte sich in Poppenricht eine Doppelhaushälfte. Vor vier Jahren folgte der Umzug nach Amberg. Maria und Willi Specht haben keine Kinder, daher genossen sie die regelmäßigen Urlaube und die vielen Kegelabende. Willi Specht ist ein Computer-Freak. Er engagiert sich im VHS-Senioren-Netz und mischt bei der Digital-Fotogruppe mit. Seit vielen Jahren schon gestaltet der Jubilar den Amberger Fotokalender mit Aufnahmen, die er bei Spaziergängen in und um Amberg geschossen hat.

Einschneidende Erlebnisse habe es in ihrem Leben nicht gegeben, sagt Maria Specht, aber an das Jahr 1959 erinnert sie sich, da hat sie zwei Hüte für die Sängerin Lale Andersen gefertigt. "Heftiger war es bei mir", erzählte Willi Specht, "denn dreimal hätte es mit mir leicht zu Ende gehen können". Einmal sei er von einem gut acht Meter hohen Kirschbaum gefallen, dann habe er bei einer Gasexplosion nur leichte Blessuren abbekommen, und als bei der Flugschau in Ramstein ein Flugzeug in die Menge stürzte, seien Flugzeugteile nicht weit von ihm eingeschlagen.

Für diesen Herbst plant Willi Specht trotz seiner 86 Jahre noch mal einen Ausflug in die Berge, genauer gesagt das Grödner Tal, wo er viele langjährige enge Freunde hat.
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