04.07.2017 - 11:56 Uhr
Oberpfalz

Die Hahnbacher pilgern auf einem Schleichweg zum Mariahilfberg Resche Würste, reicher Segen

Es ist wahrscheinlich die kleinste Wallfahrer-Gruppe. Aber eine, mit einer besonders schönen Geschichte. Am Dienstagmorgen trafen die Pilger aus Hahnbach auf dem Mariahilfberg ein.

Die Pilgergruppe aus Hahnbach bei ihrer Ankunft vor der Kirche. Bild: ads
von Adele SchützProfil

Rund 30 Gläubige machten sich in aller Herrgottsfrüh in Hahnbach auf den Weg, um Maria betend und singend die Ehre zu erweisen. Ein "Packerl" mit persönlichen Sorgen, Anliegen und Nöten hatte jeder dabei, um es bei der Gottesmutter auf dem Mariahilfberg abzuladen.

Knapp 30 Gläubige brachen auch heuer wieder mit Organisatorin Marga Heidlinger um 3.45 Uhr vom Hahnbacher Kirchplatz aus auf. "Schon immer ist die Gruppe auf Eigeninitiative nach Amberg gegangen", erzählte Heidlinger. Die älteren Teilnehmer können sich auch noch an die Anfänge vor über 50 Jahren erinnern, als eine Hahnbacherin sich zunächst alleine in der Bergfestwoche Richtung Mariahilfberg aufmachte. In den folgenden Jahren schlossen sich immer mehr Gläubige an. Für die Teilnehmer wurde dann der Dienstag in der Bergfestwoche der feste Tag, an dem nach Amberg gepilgert wird. Großer Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn zeichnen die Gruppe aus, die es immer schwer bedauert, wenn ein Pilgerfreund aus Altersgründen oder wegen Krankheit nicht mehr nach Amberg mitgeht. "Erfreulich ist, dass immer wieder Pilgernachwuchs kommt", sagte Heidlinger. Die Berufstätigen nehmen für die Fußwallfahrt sogar einen Tag Urlaub.

Der Pilgerweg führt in der Morgendämmerung über einen Schleichweg mit diversen Abkürzungen nach Amberg. "Dieses Auf-den-Weg-Machen und das Gefühl, in einer Gemeinschaft mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein, macht sicherlich einen Reiz der Wallfahrt aus", ist sich Heidlinger sicher. Sie hatte die Strecke gut geplant, denn rund 15 Minuten vor Beginn des Wallfahreramts erreichte die Gruppe über den Fußweg am Schwammerling die Bergkirche.

Eines war den Pilgern auch noch wichtig: Damit nach der geistigen Stärkung auch für das leibliche Wohl gesorgt ist, haben sie im Vorfeld schon ihren hiesigen Metzger beauftragt, seinen Grill etwas früher als sonst anzuheizen. Die resch gebratenen Würste lagen schon bereit, als der Pfarrer den Segen sprach.

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