16.05.2017 - 12:48 Uhr
Oberpfalz

Ehemaliger Oberbürgermeister 90 Jahre alt Einer, der die Stadt geprägt hat

Wer in der Tiefgarage am Bahnhof parkt, in das Stadtmuseum oder Kurfürstenbad geht und danach durch die Fußgängerzone schlendert, der sollte heute vielleicht mal an Franz Prechtl denken. Der ehemalige Oberbürgermeister hat diese Einrichtungen realisiert oder zumindest auf den Weg gebracht, die Stadt in seiner 20-jährigen Amtszeit geprägt. Heute wird der CSU-Politiker 90 Jahre alt.

Franz Prechtl in der Hochphase seines politischen Wirkens: 1982 begrüßte er als Oberbürgermeister den damaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß in der Stadt. Archivbild: gf
von Uli Piehler Kontakt Profil

Prechtl, von Beruf Lehrer am Max-Reger-Gymnasium (Deutsch, Erdkunde und Geschichte), war die Entwicklung der Kommune schon immer ein Anliegen. 1960 wählten ihn die Amberg als CSU-Kandidat in den Stadtrat. Neun Jahre später war er dann Oberbürgermeisterkandidat und wurde 1970 auch mit 59,3 Prozent der Stimmen gewählt.

Zum Feiern ist der Familie trotz der erfolgreichen Lebensgeschichte nicht zumute. Erst vor zwei Wochen ist Prechtls Ehefrau Resi im Alter von 90 Jahren gestorben. Eine Feier ist deswegen nicht vorgesehen. Dennoch dürften heute eine Reihe von Glückwunschschreiben eingehen. Innenminister Joachim Herrmann zum Beispiel lässt seine besten Wünsche ausrichten.

Prechtl könne auf ein an harter Arbeit, aber auch an verdienten Erfolgen reiches Leben zurückblicken schreibt der Minister. "Drei Jahrzehnte haben Sie sich in den Dienst der kommunalen Selbstverwaltung gestellt und als Mitglied des Stadtrats sowie 20 Jahre lang als Oberbürgermeister der Stadt Amberg engagiert und sachkundig ihre Heimat vertreten."

Prechtl habe wertvolle Aufbauarbeit geleistet und mit seiner "weitsichtigen und verantwortungsvollen Politik die überaus positive Aufwärtsentwicklung maßgeblich gefördert". Insbesondere die beispielgebende Altstadtsanierung sei eng mit seinem Namen verknüpft. "Ihr verdienstvoller Einsatz für Ihre Heimatstadt hat sich zu Recht vielfache Anerkennung gefunden, wie etwa mit der Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber, das Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und des Bayerischen Verdienstordens", schreibt Hermann abschließend.

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