08.03.2018 - 15:00 Uhr

Ehrenamtliche unterstützen Fahrdienste Engpass bei Krankentransporten

Die Integrierte Leitstelle (ILS) vermeldet einen massiven Anstieg an Krankentransporten. "Das liegt natürlich an der Influenza-Welle", erklärte stellvertretender Leitstellenleiter Stefan Brunner. Zeitgleich kommen auch Kliniken langsam an die Grenzen ihrer Auslastung.

Die Zahl der Krankentransporte stieg in den vergangenen Wochen stark an. Bild: Hartl
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Am Mittwoch war in der ILS bereits abzusehen, dass die öffentlich-rechtliche Vorhaltung für das Einsatzaufkommen nicht ausreicht. Deshalb entschied sich der Schichtleiter, Sonderfahrdienste zu organisieren. "Nach kurzer Zeit schon kamen die ersten positiven Rückmeldungen", sagte Brunner. Arbeiter-Samariter-Bund, Bayerisches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfallhilfe und die Wasserwacht springen ein, wenn es eng wird. Knapp ist die Besetzung auch im Klinikum St. Marien. Nicht nur aufgrund der zahlreichen Grippepatienten. "Es gibt einige erkrankte Mitarbeiter", sagte der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin III, Dr. Jens Trögner. Die Situation sei angespannt. In der Notaufnahme werde sortiert. "Patienten, die nicht dringend behandlungsbedürftig sind, werden auf einen späteren Termin verwiesen." Rund 80 freie Betten gebe es derzeit noch im Klinikum. "Zur Not weichen wir auf andere Stationen aus." Knapp werden auch die Grippe-Tests.

Das Klinikum St. Marien ist derzeit "überregional abgemeldet". Das heißt, es werden zwar Patienten aus der Stadt und dem Landkreis Amberg-Sulzbach behandelt, die Rettungsdienste sind jedoch dazu angehalten, keine Patienten von weiter weg zu bringen. Keine Einschränkungen gebe es allerdings bei geplanten Operationen oder anderen Eingriffen. In einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes wird Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk zitiert: "Wir fordern eindringlich auf, die Notaufnahme nur dann aufzusuchen und den Rettungsdienst nur dann zu alarmieren, wenn dies auch wirklich unabwendbar ist."

Es ist verständlich, dass Krankenhäuser versuchen, Kapazitäten zu schaffen. Aber das stellt uns vor große Herausforderungen.Stefan Brunner, stellvertretender Leitstellenleiter über den hohen Durchlauf in Krankenhäusern
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