07.03.2018 - 17:34 Uhr

Einweihung der Notaufnahme des Klinikums St. Marien Wesentlich größer und heller

Ein Meilenstein für das Klinikum St. Marien ist geschafft: Am Mittwoch ist der erste Bauabschnitt der neuen Notaufnahme nach eineinhalb Jahren Bauzeit eingeweiht worden. Nun geht es an Teil zwei: den Umbau der bisherigen Notaufnahme.

Schlüsselübergabe für die neuen Räume der Notaufnahme im Klinikum St. Marien: Oberbürgermeister Michael Cerny (von links), Architekt Wolfgang Brummer, Klinikum-Chef Manfred Wendl, Notaufnahmen-Leiter Marc Bigalke und Architekt Erhard Retzer. Bilder: Steinbacher (2)
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Rund 20 Monate waren die Bauarbeiter am Werk, etwa zehn Millionen Euro hat der erste Schritt in Richtung einer großzügigen und modernen Notaufnahme gekostet. "Die Erweiterung und Sanierung ist für unser Klinikum sehr bedeutsam", erklärte Klinikumsvorstand Manfred Wendl bei der Feierstunde. Der Vorteil liege klar beim Personal und den Patienten: "Wir erreichen damit eine erhebliche Verbesserung in der Notfallversorgung in der Region."

Seit vielen Jahren würden die Zahlen der Notfallpatienten kontinuierlich steigen. "Das hat dazu geführt, dass die Räume nicht mehr ausreichen", sagte Wendl. Durch die Arbeiten wurden die Kapazitäten deutlich erhöht und die Wege der Patienten verbessert. Künftig gibt es verschiedene Zugänge für Liegendkranke, Patienten, die zu Fuß kommen und solche, die mit dem Hubschrauber transportiert werden (siehe Info-Kasten). Außerdem ist der Wartebereich wesentlich größer, Oberlichter und eine Glasfront sorgen für eine angenehme Atmosphäre.

Mit der Einweihung der neuen Räume geht es sogleich weiter mit der zweiten Bauphase: "Es ist der schwierigere Teil, da wir bei laufendem Betrieb die bisherigen Räume sanieren", erklärte Wendl. Er geht von einer Bauzeit von eineinhalb Jahren aus.

"Den Zeitplan der ersten Bauphase haben wir nicht ganz einhalten können", erläutert der Klinikchef. "Das liegt an der generell schwierigen Situation im Bausektor. Zum Beispiel erhalten wir bei Ausschreibungen teilweise nur wenige oder gar keine Angebote. Die Firmen sind sehr ausgelastet." Gerade vor diesem Hintergrund sei er froh, dass es aktuell nur zwei Monate Verzug gewesen seien.

Oberbürgermeister Michael Cerny zeigte sich begeistert von den Räumen: "Der erste Eindruck eines Klinikums entsteht in der Notaufnahme. Wie ich sehe, sind wir hier baulich hervorragend aufgestellt", lobte er. "Allerdings können Räume Prozesse nur unterstützen. Was noch viel wichtiger ist, ist ein hochkompetentes Team, das in und hinter einer Notaufnahme steckt. Das ist hier absolut der Fall."

So sieht die Notaufnahme aus

Die künftigen Patienten der Notaufnahme kommen durch drei Zugänge in das Gebäude: ein Eingang für Liegendkranke, Patienten, die gehen können, und Personen, die mit dem Hubschrauber zur Klinik geflogen werden. Das Herzstück der Notaufnahme bildet der Stützpunkt der Krankenschwestern. Dieser Knotenpunkt ist von allen Seiten her gut erreichbar. Alle Wege im Gebäude führen dorthin. Um die Station angeordnet sind außerdem ein großer Wartebereich, Behandlungszimmer, ein Schockraum sowie sogenannte Triage-Räume. Dort wird eine Einschätzung von Ärzten vorgenommen, wie schwer die Erkrankung des Patienten ist und welche Hilfe er benötigt. Neu ist außerdem ein Isolierzimmer direkt am Eingang der Notaufnahme. (spw)

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