16.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Erich von Däniken spricht im Musikomm über seine Theorien über Außerirdische Von Aliens, Spinnern und selbsternannten Experten

Wäre Erich von Däniken 1971 nach Amberg gekommen, wäre es eine Sensation gewesen. Damals war der Film zu seiner Buchvorlage für einen Dokumentarfilm-Oscar nominiert. Nun machte der Schweizer während seiner aktuellen Vortragsreise im Musikomm Station. "Erinnerungen an die Zukunft" heißt der 1969 von Harald Reinl gedrehte Streifen nach dem gleichnamigen Buch von Erich von Däniken.

Däniken zitiert Politiker und Forscher als Beleg seiner Thesen
von Christian LinglProfil

Etwa 250 Interessierte und Anhänger seiner Theorien, aber auch Gäste, die seine Publikationen bisher nicht kannten, fanden den Weg ins Musikomm. Maria Dotzler zum Beispiel, die durch eine Freundin auf den Vortrag aufmerksam geworden war: "Ich kenne seine Bücher nicht, aber das Thema interessiert mich schon." Sagte es und ließ sich auf das nicht ganz zwei Stunden dauernde Referat ein. Der Schweizer glaubt, Belege dafür zu haben, dass Außerirdische die Erde besucht und Spuren ihrer Existenz hinterlassen haben.

Als Beispiel führte er die ägyptischen Pyramiden an, für deren Bau die Forschung seiner Meinung nach keine schlüssigen Erklärungen liefern könne. Weiterhin glaubt er, die Aliens würden wiederkommen oder seien bereits wieder hier auf der Erde. Neben archäologischen Zeugnissen meint er auch in den Lehren aller Religionen und Mythen Belege für seine Thesen entdeckt zu haben.

Däniken stellt jedoch seine Thesen nicht mit einem absolutistischen Anspruch auf Wahrheit auf, sondern möchte seine Leser und Zuhörer damit vielmehr zum Nachdenken anregen. Pünktlich um 19.30 Uhr betrat der Schweizer die Bühne, nachdem er vorab bereits im Foyer Bücher signiert hatte, von denen es mittlerweile 41 gibt, die in über 30 Sprachen übersetzt worden sind. Sein Alter von 83 Jahren sieht man ihm nicht an.

"Es freut mich, dass ein Drittel der Zuhörer bereits einmal bei mir zu Gast war. Somit weiß ich, dass ich es in Amberg mit einem intelligenten Publikum zu tun habe", begrüßte er mit seiner Schweizer Sprachfärbung seine Zuhörer und Zuschauer.

Bevor er im Verlauf seines Vortrages auf die Spuren und Zeugnisse einging, die Außerirdische in der Antike auf unserem Planeten hinterlassen hätten, streifte er zunächst die jüngere Vergangenheit und führte Beispiele an, die seiner Auffassung nach dafür sprechen, dass Belege für außerirdisches Leben noch immer auf der Erde zu finden seien. Zudem würden namhafte Wissenschaftler, aber auch Politiker von dessen Existenz wissen, von denen er rund ein Dutzend im Verlauf des Vortrags zitierte. Auf nonchalante Art und Weise spielte er immer wieder damit, dass er selbst häufig als Spinner abgetan werde, ließ aber seinerseits auch an den, wie er sie nennt, selbsternannten Experten kein gutes Haar. Er räumte aber ein, dass viele seiner Thesen bereits widerlegt wurden.

Es freut mich, dass ein Drittel der Zuhörer bereits einmal bei mir zu Gast war. Somit weiß ich, dass ich es in Amberg mit einem intelligenten Publikum zu tun habe.Erich von Däniken
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