16.05.2018 - 18:38 Uhr
Oberpfalz

Erste Zahlen bekannt über Viertklässler, die im kommenden Schuljahr eine weiterführende ... Erasmus-Gymnasium an der Spitze

Erste Zahlen bekannt über Viertklässler, die im kommenden Schuljahr eine weiterführende Einrichtung besuchen wollen

von Tobias GräfProfil

Vergangene Woche endete der Anmeldezeitraum für weiterführende Schulen. Die Statistik der Neuzugänge zeigt: Vor allem bei den Gymnasien gibt es große Unterschiede - das Erasmus-Gymnasium freut sich über Top-Werte.

Von den zehn Gymnasien und Realschulen in der Stadt Amberg und dem Landkreis liegen erste Daten über die Anzahl der Viertklässler vor, die ab Herbst auf eine weiterführende Schule wechseln wollen. Weil der Probeunterricht noch läuft, haben die Zahlen vorläufigen Charakter. Trotzdem zeigt sich: Während die Schülerzahlen im Allgemeinen konstant bleiben, stechen einzelne Einrichtungen mit einem deutlichen Rückgang hervor. Während beispielsweise beim Max-Reger-Gymnasium die Neuanmeldungen im Vergleich zum Vorjahr um acht Schüler auf 56 zurückgegangen sind, hat das Gregor-Mendel-Gymnasium für 2018/19 mit 76 Anmeldungen sogar 19 Bewerbungen weniger vorzuweisen.

Keinen Grund zum Klagen hat hingegen Karl Bösl, der Schulleiter des Erasmus-Gymnasiums. Wie er berichtet, haben sich 74 Viertklässler zum Übertritt in die humanistische Einrichtung gemeldet, was einen Anstieg der Bewerberzahlen um 37 Prozent zu 2017 bedeutet (54 Anmeldungen).

Plus für Mädchenschule

Ähnlich positive Meldungen kommen aus der Dr.-Johanna-Decker-Schule, die sich in zwei Abteilungen gliedert. Von den 91 Neuanmeldungen an der Mädchenschule betreffen 41 das Gymnasium und 50 die Realschule. Das Sekretariat spricht von "einem deutlichen Plus" das Gymnasium (2017: 25 fest, 5 Probeunterricht) und von einem ungefähr "gleichbleibenden Wert" bei der Realschule (2017: 48 fest, 13 Probe).

Dem Sulzbacher Herzog-Christian-August-Gymnasium (HCA) liegen 101 Anmeldungen vor, ein Anstieg von 26 Schülern im Vergleich zu den 75 Übertrittswilligen im Vorjahr. Weil das HCA den nördlichen und ländlichen Teil des Landkreises abdeckt und damit einen größeren Einzugsbereich besitzt, sind die Zahlen hier tendenziell immer etwas höher als bei den einzelnen Amberger Schulen. Diese stehen stärker im Wettbewerb untereinander. Im Stadtgebiet haben sich für das kommende Jahr insgesamt 251 Schüler zur Aufnahme an einem Gymnasium beworben, jedoch natürlich nicht völlig paritätisch auf alle vier Gymnasien.

Gymnasien im Wettbewerb

Nur kleine Verschiebungen bei den Zahlen machen sich hier sofort bemerkbar. So sagte der Schulleiter des Max-Reger-Gymnasiums, Wolfgang Wolters, über den seine Einrichtung betreffenden Rückgang, dass er "dieses Jahr nicht glücklich" sei. "Zufrieden wäre ich ab 60 Anmeldungen gewesen, 66 oder mehr wären perfekt." Laut Wolters sei dies jedoch kaum zu beeinflussen: "Oft entscheiden sich Freunde an eine neue Schule geschlossen als Gruppe zu wechseln. Dann haben die anderen Gymnasien gleich schlechtere Zahlen."

Ausgeglichener gestaltet sich das Bild bei den Realschulen: Die Schönwerth-Realschule hat 108 Anmeldungen, zudem 47 Probeschüler (2017: 144 feste Übertritte). Die Realschule Auerbach konnte noch keine exakten Angaben machen. Laut Konrektorin Silke Karl sind die Zahlen aber "ungefähr auf dem Stand vom Vorjahr" - ähnlich wie bei der Walter-Höllerer-Realschule in Sulzbach: 96 Anmeldungen für den Herbst (darunter 25 Probeschüler) stehen 97 Bewerbern im auslaufenden Schuljahr 2017/18 gegenüber. Angemerkt

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