13.03.2018 - 11:30 Uhr

Erstklässler aus der Barbaraschule sammeln Wörter für ihr Buchstabenbuch Einmal durch das ganze Alphabet

(pjeh/pvlz) "B wie Ballon, Banane und Blume" - Erstklässler der Barbaraschule ließen ihrer Fantasie freien Lauf und sammelten über mehrere Wochen hinweg alle Begriffe, die ihnen zu den einzelnen Buchstaben einfielen. Das Ergebnis ist ein gedrucktes und gebundenes Buchstabenbuch voll mit Wörtern und Bildern. Jede Doppelseite ist einem Buchstaben gewidmet.

Erstklässler und schon ein eigenes Buch: Diese Barbaraschüler sind stolz auf ihr Werk. Die Idee dazu hatte Dorothe Pfeiffer (hinten, Zweite von rechts). Mit auf dem Bild: Klassleiterin Maria Huger. Bild: Wolfgang Steinbacher
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"Ich fand es toll, wie die Kinder versucht haben, Wörter zu schreiben, die sie noch gar nicht kannten. Deshalb habe ich die Fehler auch beibehalten und die richtige Version in Klammern dahintergesetzt", erklärt Dorothe Pfeiffer, die jeden Montagnachmittag in der Arbeitsgruppe "Kreativ" mit den Abc-Schützen an dem Projekt arbeitete. Idee und Konzeption kamen von ihr. Mit ihrer Kunstschule "Werkstatt für Kinder" ist sie als freie Mitarbeiterin in Schulen und fördert die künstlerische Kreativität der Jüngsten. So half sie auch den Erstklässlern, das Buchstabenbuch zu verwirklichen.

"Die Kinder sollten einfach sagen, was ihnen einfällt. Ganz aus dem Bauch heraus", sagt die Kunstvermittlerin. Sie möchte mit ihren Projekten die Mädchen und Buben früh aktiv in den Lernprozess einbinden. "Es ist für die Kinder ein Erfolgserlebnis, zu erkennen, wie viel sie schon wissen." Am Ende hat jeder ein eigenes Exemplar bekommen, das die Deutschlehrerin auch später im Unterricht einsetzen will. Das Projekt war ohne einen externen Sponsor, der anonym bleiben möchte, nicht realisierbar, gibt Pfeiffer zu. Die Klasse 1a zeigte sich von den fertigen Büchern hellauf begeistert. "Ich habe mein Lieblingstier, das Känguru, gemalt", sagt Oranz (7) freudestrahlend. Auch diejenigen, die sich zuvor wenig für den Deutschunterricht interessierten, engagierten sich im Projekt. "Ich rechne am liebsten, aber es hat trotzdem Spaß gemacht", verrät der siebenjährige Marlon.

Dorothe Pfeiffer ist stolz auf das Ergebnis und den Einsatz der Kinder. "Ich würde es jederzeit wieder machen. Mir schwirren auch schon Fortsetzungen im Kopf herum."

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