25.04.2018 - 15:22 Uhr
Oberpfalz

Familie mit zwei Kindern verunglückt auf der A6 bei Amberg [2. Aktualisierung] Eine Tote, vier Schwerverletzte

Ein schreckliches Ende hat eine Fahrt auf der A6 für eine tschechische Familie am Mittwochnachmittag genommen: Bei einem schweren Unfall starb eine Frau (69), vier weitere Menschen wurden schwer verletzt. Unter den Verletzten sind zwei Kinder (4 und 6).

von Kristina Sandig Kontakt Profil

Nach bisherigen Erkenntnissen war die Familie in ihrem Volvo zwischen der Anschlussstelle Amberg-Süd (Theuern) und dem Parkplatz Laubenschlag in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs, als sie auf einen Lkw auffuhr. Durch den Aufprall, der links hinten am Laster erfolgte, wurde die rechte Seite des Kombi regelrecht aufgerissen.
Der Unfall passierte am Mittwoch gegen 14.45 Uhr auf der Mühltalbrücke. Wie die Polizei rekonstruierte, war der Volvo mit tschechischem Kennzeichen auf der linken Fahrbahn unterwegs. Aus unbekannten Gründen zog der 41-jährige Fahrer auf die rechte Spur und stieß dort gegen das Heck eines tschechischen Sattelzuges. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Kombi gegen die Mittelleitplanke geschleudert. Im Wagen saßen fünf Menschen: drei Erwachsene, zwei Kinder. Eine Frau, die 69-jährige Mutter des Fahrers, verstarb noch an der Unglücksstelle. Der 41-jährige Unfallverursacher, seine gleichaltrige Frau und eines ihrer Kinder, ein vier Jahre alter Junge, erlitten schwere Verletzungen und kamen in die Kliniken Amberg und Weiden. Das zweite Kind, ein sechsjähriger Junge, zog sich schwerste Kopfverletzungen zu. Der Rettungshubschrauber Christoph 27 flog ihn in eine Nürnberger Klinik.
Nach der Alarmierung war ein Großaufgebot an Rettungskräften ausgerückt. Die Feuerwehren aus Haselmühl, Kümmersbruck, Ebermannsdorf und Rosenberg waren mit rund 40 Mann vor Ort. Einsatzleiter für die Feuerwehren war Kreisbrandinspektor Hubert Blödt, Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl unterstützte ihn. Das THW Amberg war ebenso alarmiert worden wie die Autobahnmeisterei. Außerdem waren fünf Rettungswagen und drei Notarzt-Einsatzfahrzeuge ausgerückt. Für den Rettungsdienst koordinierten Einsatzleiter Michael Honig, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst Markus Popp und leitender Notarzt Dr. Torsten Birkholz die medizinischen Maßnahmen. Außerdem landeten zwei Rettungshubschrauber: Christoph 80 aus Weiden, der ein erwachsenes Opfer ins Weidener Klinikum flog, und Christoph 27 aus Nürnberg, der den schwerstverletzten Buben nach Nürnberg brachte.
Während der Bergung war die Autobahn in Fahrtrichtung Nürnberg komplett von der Anschlussstelle Amberg-Süd bei Theuern bis Amberg-West bei Ursensollen gesperrt. Laut Kreisbrandinspektor Blödt bildete sich ein rund 15 Kilometer langer Rückstau, der teilweise bis zum Knotenpunkt von A 6 und B 85 bei Ebermannsdorf reichte. Wegen der Sperrung der Autobahn-Auffahrt Theuern kam es auch auf der Vilstalstraße zu einem Verkehrschaos. „Die Rettungsgasse auf der Autobahn hat hervorragend geklappt“, sagte Kreisbrandinspektor Hubert Blödt. Die Rettungskräfte konnten so schnell an den Unfallort kommen. Die Feuerwehr Rosenberg baute an der Mittelleitplanke einen Sichtschutz auf, um den Verkehrsteilnehmern auf der Gegenfahrbahn den Blick auf das demolierte Auto zu versperren.
An die Unfallstelle kam, wie bei solch schweren Kollisionen üblich, ein Gutachter. Seine Aufgabe ist, anhand der Spuren zu rekonstruieren, wie es zu diesem fatalen Zusammenstoß kam. Die A 6 in Richtung Nürnberg war mehrere Stunden gesperrt.

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