02.04.2018 - 10:28 Uhr
Oberpfalz

Filmemacher Alexander Viebig lockt Menschen in die Stadt Amberg sucht Ostereier

Auffallend viele Familien, suchende Blicke, Grüppchen, die diskutieren, wo man noch schauen könnte - und dann natürlich jene, die ein buntes Styropor-Ei unter dem Arm hatten: Filmmacher Alexander Viebig hat mit seiner Ostereier-Suchaktion einiges in Bewegung gebracht.

von Heike Unger Kontakt Profil

Genau das war der Hintergrund dieser ungewöhnlichen Aktion am Karsamstag: Menschen in die Innenstadt locken. Tatsächlich waren viele speziell wegen der Eiersuche unterwegs - vor allem aus dem Landkreis. Die Nachricht über den ersten Fund hatte Viebig schon zehn Minuten vor dem offiziellen Beginn der Aktion, um 9.50 Uhr, auf seinem Handy: Der Organisator hatte neben Gutscheinen und Sachpreisen, die 17 Amberger Unternehmen spendiert hatten, auch Süßes und einen Zettel mit der Bitte um Kontaktaufnahme in die Eier gepackt.

Auch wenn im Lauf des Vormittags schon einige der insgesamt 25 Eier gefunden waren, waren noch weitere im Spiel. So hatten auch Spätaufsteher durchaus eine Chance. Tatsächlich hatten Viebig und sein Mitstreiter Christian Gnerlich ganz bewusst auch einige ziemlich knifflige Verstecke ausbaldowert: Das Ei, das man an einem Seil durch das Hoftor der Wirtschaftsschule ziehen musste, blieb lange unentdeckt. Und auch an den Exemplaren, die im Schilderdreieck über drei Parkscheinautomaten steckten, gingen viele vorbei.

Nachts im Hasenkostüm

Andere Eier waren schnell gefunden - zum Beispiel eines, das Viebig und Gnerlich im Efeu an einer Mauer im Maltesergarten deponiert hatten: Als dort später noch weitere Mitspieler akribisch beinahe jedes Blatt umdrehten, war diese Überraschung schon weg. Das Verstecken war gar nicht so einfach gewesen: Um nicht schon vorher auf die Eier aufmerksam zu machen, waren Viebig und Gnerlich in der Nacht zum Samstag ab 1.30 Uhr in der Stadt unterwegs.

Wer die beiden gesehen hat, hat sich sicher gewundert: Das Duo hatte eine Leiter dabei und Gnerlich steckte zeitweise in einem pinkfarbenen Osterhasen-Kostüm, weil Viebig zu der Aktion auch ein Video drehte.


Vorsichtshalber hatten die beiden aber vorab die Polizei informiert - der rosa Riesenhase oder die Leiter hätte sonst womöglich für Aufruhr gesorgt.

Daniele (12) aus Sulzbach-Rosenberg war tags darauf einer der Ersten, der eines der Eier fand: Seines baumelte an einem Seil unter der Brücke bei der Martinskirche. Der Schüler, der mit der ganzen Familie unterwegs war, machte es spannend: Reinschauen, um zu sehen, was er gewonnen hatte, wollte er erst später zu Hause. Bettina und Stefanie Birkl wollten nicht warten. Die beiden Bäcker-Töchter waren eigentlich mit einer Lieferung Backwaren unterwegs, als sie zufällig an einem Exemplar vorbeikamen: Das orangefarbene Ei war in einem Karton in der Nähe der Schulkirche versteckt - samt 20-Euro-Einkaufsgutschein.

Natürlich waren die Schwestern begeistert über diese unverhoffte Oster-Überraschung: "Saucool" und "lustig" fanden sie die Aktion, wie sie Viebig gleich persönlich erzählten: Der Organisator war selbst in der Stadt unterwegs, um unauffällig nachzuschauen, welche Eier schon entdeckt worden waren. Per Handy-Nachricht meldeten sich wie erhofft auch einige Finder bei ihm: Die beiden Hauptpreise, ein Tablet und ein goldener Anhänger, waren schon innerhalb der ersten beiden Stunden gefunden worden.

Gut versteckt

Eine Ambergerin, die eigens wegen des Gewinnspiels losgezogen war, hatte Glück - und trotzdem Pech: Das gelbe Ei, über dessen Fund sie sich sehr freute, war bei näherem Hinsehen schon leergeräumt. Ein bisschen enttäuscht, wollte sie trotzdem weitersuchen. Und schaute dabei sogar in die richtige Richtung, sah das lilafarbene Ei aber nicht: Es steckte genau über ihr, im Schilderdreieck über einem Parkscheinautomaten.

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